Güterslohs "Urban Stack" revolutioniert die Zusammenarbeit von Kommunen und Bürgern

Hans-Günther Klapp
Hans-Günther Klapp
2 Min.
Eine Stadtstraße mit Autos, Fußgängern, Strommasten, Verkehrszeichen, Gebäuden mit Schildern, Topfpflanzen und einer bewölkten Himmel.Hans-Günther Klapp

Güterslohs "Urban Stack" revolutioniert die Zusammenarbeit von Kommunen und Bürgern

Gütersloh startet "Urban Stack" – eine Open-Source-Plattform für bessere Zusammenarbeit von Kommunen, Verwaltung und Bürgerschaft

Gütersloh hat den Urban Stack eingeführt, eine quelloffene Plattform, die die Zusammenarbeit zwischen lokalen Behörden, Mitarbeitenden und Einwohner:innen verbessern soll. Das System ermöglicht Städten den Austausch von Daten und die gemeinsame Entwicklung digitaler Werkzeuge. Mehrere benachbarte Kommunen sind bereits als frühe Nutzer dem Projekt beigetreten.

Der Urban Stack wurde von Gütersloh entwickelt, um den Datenaustausch und die Erstellung digitaler Dienstleistungen zu vereinfachen. Dazu gehört auch ein Open-Data-Portal, über das die Öffentlichkeit auf Informationen wie Sensormesswerte zugreifen kann. Kommunen können verschiedene Datentypen – von Verkehrs- bis zu Umweltsensoren – in die Plattform einbinden.

Gütersloh hat gemeinsam mit dem Kreis Gütersloh sowie den Städten Verl, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Detmold eine Kooperationsvereinbarung zur Nutzung des Systems unterzeichnet. Jede teilnehmende Kommune zahlt eine einmalige Gebühr von 5.000 Euro, die die technischen Einrichtungskosten und die Sensorintegration während der Pilotphase deckt.

Die Plattform wurde bereits auf Smart-City-Veranstaltungen und Digitalkonferenzen in ganz Deutschland präsentiert und stößt bei lokalen Behörden auf Interesse. Offizielle Zahlen, wie viele weitere Kommunen bis Ende 2024 hinzukommen könnten, liegen jedoch noch nicht vor. Die Pilotphase läuft bis Ende 2026, danach soll der Urban Stack als eigenständige rechtliche Einheit etabliert werden.

Ziel des Urban Stack ist der Aufbau einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur für deutsche Kommunen. Durch die Bündelung von Ressourcen und Daten können die beteiligten Städte Anwendungen effizienter entwickeln. Der Erfolg des Projekts hängt dabei von einer breiteren Nutzung und den Ergebnissen der laufenden Testphase ab.

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