05 March 2026, 15:54

Kölner Dom führt erstmals Eintrittsgeld für Touristen ein – warum jetzt?

Der Eingang zum Kölner Dom in Köln, Deutschland, mit detaillierten Schnitzereien, Skulpturen und einer großen Tür unten.

Eintritt in den Kölner Dom für Touristen - Kölner Dom führt erstmals Eintrittsgeld für Touristen ein – warum jetzt?

Kölner Dom führt ab zweiter Jahreshälfte Eintrittsgeld für Touristen ein

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Ab der zweiten Hälfte dieses Jahres wird der Kölner Dom von Touristen ein Eintrittsgeld verlangen. Der Schritt wird nötig, weil steigende Instandhaltungskosten und schrumpfende Rücklagen die historische Stätte zwingen, nach neuen Einnahmequellen zu suchen. Gläubige, die an Gottesdiensten teilnehmen, bleiben weiterhin von der Gebühr befreit – doch Besucher, die die Kathedrale als Touristenattraktion erkunden, müssen künftig zahlen.

Jahrzehntelang empfing der Kölner Dom jährlich Millionen Besucher ohne Eintrittsgeld. Zwischen sechs und acht Millionen Menschen besichtigen das Bauwerk normalerweise pro Jahr, wobei die Zahlen je nach Großereignissen schwanken. Die Feierlichkeiten zum 800-jährigen Jubiläum 1992 lockten über zehn Millionen Besucher an, während die COVID-19-Pandemie zwischen 2020 und 2022 zu deutlichen Rückgängen führte. Auch Vorfälle wie die Unglücke bei der Love Parade 2004 und 2010 beeinflussten die Besucherzahlen.

Die Instandhaltungskosten für die Kathedrale steigen kontinuierlich an und werden in diesem Jahr voraussichtlich 16 Millionen Euro erreichen. Da die Rücklagen nun aufgebraucht sind, hat die Dombauhütte bereits Personal abgebaut. Die Einführung einer Gebühr soll dringend benötigte Mittel für die laufenden Erhaltungsarbeiten sichern.

Die genaue Höhe des Eintrittsgelds steht noch nicht fest, doch eine endgültige Entscheidung wird in den kommenden Wochen bekannt gegeben. Vertreter des Doms betonen, dass die Gebühr unerlässlich sei, um die Zukunft des Bauwerks zu sichern. Als eine der berühmtesten katholischen Kirchen der Welt beherbergt er die Reliquien der Heiligen Drei Könige und bleibt ein zentrales kulturelles und religiöses Wahrzeichen.

Das neue Eintrittsgeld gilt ausschließlich für Touristen, nicht für Gottesdienstbesucher. Die Domverwaltung hofft, mit dieser Maßnahme die Finanzierung von Reparaturen und Unterhalt langfristig zu stabilisieren. Ohne zusätzliche Einnahmen drohen dem Dom weitere finanzielle Engpässe und mögliche Kürzungen bei den Instandhaltungsprogrammen.