Deutsche Frau wegen mutmaßlicher IS-Unterstützung vor Gericht
Hans-Günther KlappAufrufe für inhaftierte IS-Mitglieder: Deutscher Sympathisant angeklagt - Deutsche Frau wegen mutmaßlicher IS-Unterstützung vor Gericht
Bundesanwälte in Deutschland haben die deutsche Staatsbürgerin Nadine D. wegen der Unterstützung der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) angeklagt. Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht ihre angebliche Rolle bei der Leitung einer Hilfsinitiative für inhaftierte IS-Mitglieder. Die Frau war im vergangenen September in Düsseldorf festgenommen worden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Laut Anklage betreibt Nadine D. die Initiative mindestens seit 2019. Im Rahmen dieser Aktion soll sie Spenden in Höhe von knapp 15.000 Euro gesammelt haben. Die Gelder seien angeblich an inhaftierte IS-Kämpfer oder deren Angehörige geflossen.
Ihr wird zudem vorgeworfen, Sympathisanten aufgefordert zu haben, Briefe und Fotos mit Solidaritätsbekundungen an gefangene IS-Mitglieder zu schicken. Bislang haben die Behörden keine weiteren Details über den Umfang ihrer Aktivitäten oder die Anzahl der Beteiligten bekannt gegeben.
Der Fall geht auf ihre Festnahme in Düsseldorf im September zurück. Seither sitzt sie in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen andauern.
Die Anklage unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der deutschen Behörden, Unterstützernetzwerke für verbotene Terrororganisationen zu bekämpfen. Bei einer Verurteilung drohen Nadine D. erhebliche rechtliche Konsequenzen nach den deutschen Antiterrorgesetzen. Ein Termin für den Prozess steht bisher noch nicht fest.
