VAR-Chaos in Münster: Vermummte Fans stürmen Monitor – Spiel unterbrochen
Hiltrud BolnbachVAR-Chaos in Münster: Vermummte Fans stürmen Monitor – Spiel unterbrochen
Zweite-Liga-Spiel zwischen Preußen Münster und Hertha BSC nach Angriff auf VAR-Monitor unterbrochen
Ein Spiel der 2. Bundesliga zwischen Preußen Münster und Hertha BSC wurde jäh gestört, als zwei vermummte Fans am 8. März 2026 den VAR-Monitor am Spielfeldrand stürmten und das Kabel herausrissen. Der Vorfall zwang Schiedsrichter Felix Bickel dazu, sich für eine entscheidende Spielszene auf das VAR-Team in Köln zu verlassen – vor den Augen von 15.050 Zuschauern im Preußenstadion.
Die Partie nahm eine ungewöhnliche Wendung, als der Videoassistent-Monitor sabotiert wurde. Mit dem außer Betrieb gesetzten Bildschirm musste Bickel Rücksprache mit der VAR-Zentrale in Köln halten, bevor er Hertha BSC einen Elfmeter zusprach. Diese Entscheidung trug maßgeblich zum späteren 2:1-Sieg der Berliner bei.
Zudem zeigten Münster-Anhänger während des Spiels ein Transparent als Protest gegen das VAR-System. Nach dem Vorfall verurteilte SC Preußen Münster die Vorgänge in einer Stellungnahme scharf. Der Verein kündigte an, die Verantwortlichen zu ermitteln und rechtliche Schritte einzuleiten.
Um weitere Störungen zu verhindern, führte Münster umgehend verschärfte Sicherheitsvorkehrungen im Bereich der spielfeldnahen Technik ein.
Obwohl Hertha BSC die Partie mit 2:1 für sich entschied, rückte die Unterbrechung des VAR-Systems in den Fokus. Münsters schnelle Reaktion umfasste strengere Kontrollen und das Versprechen, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Spannungen rund um den Videobeweis im deutschen Fußball.
