Dortmunder Ex-Polizist nach Kinderpornografie-Vorwürfen lebenslang gesperrt und entlassen
Hiltrud BolnbachDortmunder Ex-Polizist nach Kinderpornografie-Vorwürfen lebenslang gesperrt und entlassen
Ein ehemaliger Polizist der Dortmunder Polizei ist nach Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Besitz von kinderpornografischem Material entlassen und mit einem lebenslangen Hausverbot für alle Polizeidienststellen belegt worden. Das Urteil des Landgerichts Dortmund unterstreicht die Null-Toleranz-Haltung der Behörde gegenüber solchen Straftaten; hochrangige Vertreter bezeichneten die Taten als abscheulich.
Der Fall hat zudem weitere Ermittlungen ausgelöst, bei denen zwei neue Verdächtige identifiziert wurden, die mit der Herstellung und Verbreitung illegalen Materials in Verbindung stehen sollen.
Der Beamte, der seit 2013 im öffentlichen Dienst tätig war, wurde unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe suspendiert. Der damalige Polizeichef Gregor Lange leitete daraufhin ein Disziplinarverfahren ein, das im April mit der Annahme der Kündigung durch den Beschuldigten – ohne Widerspruch – abgeschlossen wurde. Das Gerichtsurteil wurde von Polizeivizepräsident Achim Stankowitz begrüßt, der die Ausnutzung der Schutzbedürftigkeit von Kindern für sexuelle Zwecke scharf verurteilte.
Die Dortmunder Sonderkommission zur Bekämpfung von Kinderpornografie (Soko KiPo) setzt ihre tägliche Arbeit fort, um das Ausmaß dieser Verbrechen aufzudecken. Aktuelle Ermittlungen der Einheit führten am 4. März 2026 zur Festnahme zweier weiterer Verdächtiger: eines 28-jährigen Mannes aus dem Ruhrgebiet und eines 35-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen. Zudem plant die Polizei, die Soko KiPo bis 2026 zu einer dauerhaften Ermittlungseinheit auszubauen – ein Zeichen für ihr langfristiges Engagement im Kampf gegen solche Straftaten.
Um Beamte, die mit belastenden Fällen konfrontiert sind, zu unterstützen, stellt die Polizei Nordrhein-Westfalen umfassende psychologische Betreuungsangebote bereit. Die Bekämpfung von Kinderpornografie bleibe absolute Priorität, betont die Behörde; laufende Ermittlungen brächten regelmäßig neue Spuren und Verdächtige ans Licht.
Dem entlassenen Beamten ist der Zutritt zu sämtlichen Dortmunder Polizeieinrichtungen auf Lebenszeit untersagt. Der Fall zeigt, wie entschlossen die Polizei ist, Täter – sowohl in den eigenen Reihen als auch außerhalb – zur Rechenschaft zu ziehen. Mit der geplanten Festigung der Soko KiPo als ständige Einheit wollen die Behörden ihre Reaktion auf diese Verbrechen nachhaltig stärken.
