Politischer Aschermittwoch in Bergisch Gladbach setzt auf Debatten und neuen Koalitionskurs
Dimitri EigenwilligPolitischer Aschermittwoch in Bergisch Gladbach setzt auf Debatten und neuen Koalitionskurs
Politischer Aschermittwoch in Bergisch Gladbach: Tradition, Debatten und ein neuer Kurs
Diese Woche fand in Bergisch Gladbach die traditionelle Veranstaltung zum Politischen Aschermittwoch statt – ein Mix aus politischer Auseinandersetzung und Besinnung, der zugleich den Ausklang der Karnevalssaison markierte. Im Bürgerhaus Bergischer Löwe trafen sich lokale und überregionale Persönlichkeiten, um Bilanz zu ziehen und über künftige Wege zu diskutieren. Organisiert wurde die Veranstaltung vom neu gewählten CDU-Kreisvorsitzenden Maurice Winter, der neben einer Fischmahlzeit auch scharfe politische Wortgefechte auf die Tagesordnung setzte.
Winter eröffnete die Runde mit einem Appell an Verantwortung und überparteiliche Zusammenarbeit. Er dankte den Grünen für über ein Jahrzehnt stabiler Kooperation im Rheinisch-Bergischen Kreis – auch wenn die CDU nach der letzten Wahl die gemeinsame Regierung beendet hatte. Die neue Koalition aus CDU und SPD, angeführt von Landrat Arne von Boetticher, will nun Schwerpunkte auf Mobilität, Wirtschaftsförderung, den Bau von 400 neuen Wohnungen sowie ein Frauenhaus legen. Themen wie Klimaschutz oder Försterprogramme, die zuvor von den Grünen vorangetrieben wurden, rücken dagegen in den Hintergrund.
Als Redner trat Johannes Winkel auf, Bundestagsabgeordneter und Bundesvorsitzender der Jungen Union. In seiner Grundsatzrede forderte er, Deutschland solle sich auf seine Kernkompetenzen besinnen und klarere nationale Prioritäten setzen. Winkels markante Positionen zu Migration, Sicherheit und anderen drängenden Fragen unterstrichen seinen Aufruf an die Politik, Herausforderungen offen anzugehen. Die Veranstaltung diente damit sowohl als Rückblick auf die geleistete Arbeit als auch als Bühne für mutige Aussagen zur Zukunft.
Winter würdigte im weiteren Verlauf die konstruktive Rolle der SPD bei den Koalitionsverhandlungen. Die Stimmung blieb lebendig – eine Mischung aus politischer Analyse und dem festlichen Abschluss der "fünften Jahreszeit".
Mit einer Kombination aus sachpolitischen Debatten und traditionellem Brauchtum ging der Abend zu Ende. Die neue CDU-SPD-Koalition will nun ihre Agenda vorantreiben, mit Fokus auf Wohnungsbau, Wirtschaftsprojekte und soziale Einrichtungen. Gleichzeitig unterstrich die Veranstaltung einmal mehr die lebendige politische Kultur der Region – passend zum Ausklang der Karnevalssaison.
