Die taz beendet ihr tägliches Printangebot – nur noch samstags gedruckt
Hans-Günther KlappDie taz beendet ihr tägliches Printangebot – nur noch samstags gedruckt
Die taz stellt nach Jahrzehnten ihr tägliches Printangebot von Montag bis Freitag ein. Am 17. Oktober 2025 erscheint die letzte Wochenausgabe der Bildzeitung – ein bedeutender Schritt hin zu einer digitalen Erstveröffentlichung. Mit diesem Schritt konzentriert sich die Zeitung stärker auf Online-Inhalte, behält jedoch die Samstagsausgabe im Druck bei.
Die letzte Wochenendruckausgabe wird ein besonderes Design des Künstlers Christian Jankowski tragen. Seine Arbeit würdigt die Drucker:innen und Mitwirkenden, die die Bildzeitung über die Jahre geprägt haben. Exemplare dieser Ausgabe sind im taz-Onlineshop erhältlich.
Ab dem 20. Oktober 2025 veröffentlicht die taz von Montag bis Freitag ausschließlich digitale Inhalte. Die Samstagsausgabe bleibt zwar erhalten, doch die Zeitung lenkt ihre Leser:innen verstärkt auf die Online-Plattform. Der tägliche Newsletter kressexpress bietet weiterhin exklusive Geschichten und Veröffentlichungsupdates.
Zum Übergang hat die taz 13 Autor:innen eingeladen – darunter Sybille Berg und T. C. Boyle –, die in Texten über Abschied und Solidarität schreiben. Zudem erschien ein auto-fiktionaler Agenten-Thriller über die eigene Geschichte der Bildzeitung, verfasst von 16 Redakteur:innen.
Ziel der taz ist es, 70 Prozent der Print-Abonnent:innen in digitale Abos zu überführen. Bisher liegen jedoch keine genauen Zahlen vor, wie viele Leser:innen bereits gewechselt sind.
Die Ausgabe vom 17. Oktober markiert das Ende der wochentäglichen Printausgabe der taz. Danach dominieren digitale Inhalte den Output der Zeitung von Montag bis Freitag. Der Wandel spiegelt einen branchenweiten Trend wider, da sich traditionelle Printmedien an veränderte Lesegewohnheiten anpassen.
