19 February 2026, 09:27

Aus Amerikaner wird Grönländer: Eine Bäckerei macht Politik mit Gebäck

Eine alte Visitenkarte mit einer Zeichnung eines Bäckers und einem Text, der eine Brot- und Gebäckbäckerei beschreibt.

Lüneburger Bäckerei-Idee: "Grönländer" statt "Amerikaner" - Aus Amerikaner wird Grönländer: Eine Bäckerei macht Politik mit Gebäck

Eine Bäckerei in Lüneburg hat ihre runden, zuckerglasierten Teilchen von Amerikaner in Grönländer umbenannt – eine spielerische politische Geste. Die Änderung, die am 18. Februar 2026 eingeführt wurde, ist eine Reaktion auf das Interesse der US-Regierung, Grönland zu kaufen. Kunden erhalten nach wie vor dasselbe Gebäck, doch der Bon trägt nun den neuen Namen.

Die Idee stammt von der ortsansässigen Bäckerei De Heidbäcker GmbH, die von Jannik Harms geleitet wird. Er beschrieb den Schritt als humorvolle Möglichkeit, Gespräche über aktuelle politische Themen anzuregen. Der neue Name soll zudem Solidarität mit Dänemark und Europa signalisieren, angesichts der politischen Verbindungen Grönlands zum Kontinent.

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Die Teilchen behalten ihren aktualisierten Namen so lange, wie die USA und der ehemalige Präsident Donald Trump Pläne verfolgen, Grönland zu erwerben. Trotz der Umbenennung bleibt das Rezept unverändert – das Personal druckt lediglich Grönländer auf die Bons statt Amerikaner.

Die Herkunft des Begriffs Amerikaner wird seit Langem diskutiert. Manche Theorien führen ihn auf Ammoniumhydrogencarbonat zurück, ein früher aus Amerika importiertes Triebmittel. Andere vermuten, dass die runde Form des Gebäcks an die Helme von Soldaten erinnert. Unabhängig davon sah die Bäckerei in der Umbenennung eine Chance, den Namen aufzufrischen und gleichzeitig auf traditionelles Handwerk aufmerksam zu machen.

Die öffentliche Reaktion fällt überwiegend positiv aus. Kunden – darunter auch eine Kundin aus Prag, die Harms direkt schrieb – loben die Entscheidung. Bisher hat nur das deutsche Magazin Stern über die Geschichte berichtet und sie als leichtfüßige, aber pointierte Stellungnahme dargestellt.

Die Umbenennung hat De Heidbäcker zusätzliche Aufmerksamkeit beschert – sowohl für seine Produkte als auch für seine politische Haltung. Vorerst bleibt der Grönländer auf der Speisekarte und spiegelt damit die Mischung aus Humor und globalem Engagement der Bäckerei wider. Der Schritt zeigt zudem, wie kleine Unternehmen mit Kreativität an gesellschaftliche Debatten anknüpfen können.