17 February 2026, 07:04

Textilfabrik 7.0: Wie Aachen die deutsche Modeindustrie mit KI und Robotik neu erfindet

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer Fabrik mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, mit Säulen, Fenstern und einer Decke, und dem Text "Die Geschichte der Textilindustrie" unten.

Textilfabrik 7.0: Wie Aachen die deutsche Modeindustrie mit KI und Robotik neu erfindet

Deutschland startet eine große Initiative, um seine Textilindustrie durch modernste Technologien zu revolutionieren. Das Projekt Textilfabrik 7.0 vereint Künstliche Intelligenz, Robotik und Biotechnologie, um die Produktion in Mönchengladbach – einer Stadt mit tiefen historischen Wurzeln in der Textilbranche – zu modernisieren. Mit Unterstützung durch Bundesmittel soll das Vorhaben die Produktivität steigern und gleichzeitig Emissionen sowie den Energieverbrauch senken.

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Federführend ist das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen, unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Beteiligt sind mindestens sieben Partner, darunter die Hochschule Niederrhein, die Textilakademie NRW und regionale Branchenverbände. Auch der Modehändler C&A wirkt mit und testet im Rahmen eines Pilotprojekts die nachhaltige Herstellung von Jeans, mit weiteren Plänen zur Rückverlagerung von Produktionsschritten nach Deutschland.

Die Anlage dient als lebendiges Produktionslabor, in dem digitale Systeme, KI-gestützte Automatisierung und Robotik erprobt werden. Zudem werden biotechnologisch basierte Materialien erforscht, um die Textilherstellung effizienter zu gestalten. Neben der technologischen Komponente umfasst das Projekt ein Weiterbildungsprogramm, das Fachkräfte schult und die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Industrie fördert.

Textilfabrik 7.0 setzt auf bedarfsgerechte Produktion und Mikrofabrik-Konzepte, die kürzere Lieferzeiten und flexible Losgrößen ermöglichen. Durch die Verlagerung der Produktion näher an die Absatzmärkte sollen Lieferkettenrisiken verringert und die Ressourceneffizienz gesteigert werden. Intelligente Steuerungssysteme und energiesparende Prozesse überwachen die Leistung, um messbare Fortschritte in Sachen Nachhaltigkeit und betrieblicher Effizienz zu gewährleisten.

Das Projekt steht im Einklang mit Europas Bestrebungen, Lieferketten zu stärken und die Textilproduktion hin zu hochtechnologischen Standards zu entwickeln. Durch die Integration fortschrittlicher Technologien soll die deutsche Textilindustrie global wettbewerbsfähiger werden. Der Erfolg hängt dabei von Innovation, geringeren Emissionen und der Anpassungsfähigkeit an sich wandelnde Marktbedürfnisse ab.