Volkstrauertag in Richrath: Jugendliche mahnen Frieden in bewegenden Reden an
Hans-Günther KlappVolkstrauertag in Richrath: Jugendliche mahnen Frieden in bewegenden Reden an
Rund 100 Menschen versammelten sich heute in Richrath zum Volkstrauertag. Die Gedenkfeier ehrte die Opfer von Krieg und Gewalt und stand im Zeichen von Versöhnung und Frieden. Das diesjährige Motto lautete "Versöhnung über den Gräbern – Einsatz für den Frieden" und umfasste Reden, Musik sowie eine Kranzniederlegung.
Die Veranstaltung wurde vom Langenfelder Ortsverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und einer lokalen Website organisiert. Dieter Braschoss, Vorsitzender des Volksbundes, leitete die Ehrung der Gefallenen ein, bevor die Kranzniederlegung begann.
Vier Schülerinnen und Schüler der Bettina-von-Arnim-Gesamtschule hielten Reden zum Thema "Krieg – Solidarität – Frieden in der Gegenwart – Verantwortung". Ihre Beiträge fanden Anerkennung bei Bürgermeister Gerold Wenzens, der betonte, sie gäben Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft mit der Jugend. In seiner eigenen Ansprache erinnerte Wenzens an den 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom NS-Regime.
Abordnungen der Langenfelder Schützenvereine sowie ein Blechbläserensemble der Langenfelder Musikschule nahmen teil und trugen mit ihrer Mitwirkung zur feierlichen, aber nachdenklichen Atmosphäre der Veranstaltung bei.
Die Gedenkfeier in Richrath reiht sich ein in ähnliche Veranstaltungen in ganz Europa, auch wenn es keine globalen Statistiken über die jährliche Beteiligung an Kriegsdenkmälern gibt. Die lokalen Organisatoren betonten die Bedeutung des Erinnerns, der Einbindung junger Menschen und des fortwährenden Einsatzes für den Frieden. Der Tag endete mit einem erneuten Appell zu Solidarität und Verantwortung im Gedenken an die Vergangenheit.
