16 February 2026, 09:06

Neuer Deichmann-Deich in Emmerich schützt 240.000 Anwohner vor Hochwasser

Eine überflutete Straße in Hamburg, Deutschland, mit Wasser auf der Straße, Pfählen, Schildern, Gebäuden mit Fenstern, einer Brücke und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Neuer Deichmann-Deich in Emmerich schützt 240.000 Anwohner vor Hochwasser

Neu ausgebauter 2,8 Kilometer langer Deichmann-Deich in Emmerich eröffnet – besserer Hochwasserschutz für 240.000 Anwohner

Ein neu modernisierter, 2,8 Kilometer langer Abschnitt des Deichmann-Deichs in Emmerich ist offiziell in Betrieb genommen worden und bietet nun verbesserten Hochwasserschutz für 240.000 Menschen. Das Projekt, das in nur zwei Jahren fertiggestellt wurde, ersetzt einen mittelalterlichen Deich durch eine breitere und höhere Konstruktion, die künftigen Überschwemmungen standhalten soll.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der sanierte Deich ist nun 60 Meter breit und 70 Zentimeter höher als sein Vorgänger. Dank sorgfältiger Planung und effizienter Zusammenarbeit konnte der Bau fast drei Jahre früher als geplant abgeschlossen werden. Dennoch müssen im Zuständigkeitsbereich des Deichverbands Bislich-Landesgrenze noch weitere 12 Kilometer Deich modernisiert werden.

Deichhauptmann Harry Schulz wies auf anhaltende Herausforderungen hin und kritisierte bürokratische Hürden, die Projekte um mehr als 30 Jahre verzögern können. Zudem warnte er vor einer "Hochwasser-Amnesie" – viele hätten die verheerenden Rheinüberschwemmungen von 1993 und 1995 bereits vergessen.

Nordrhein-Westfalens Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) bezeichnete das Emmericher Projekt als Vorbild für künftige Hochwasserschutzmaßnahmen. Das Land investiert derzeit jährlich 80 Millionen Euro in den Hochwasserschutz; seit der Ahrtal-Katastrophe 2021 wurden über 500 Initiativen gestartet.

Der ausgebauten Deich in Emmerich stärkt zwar die Abwehrkräfte am Rhein, doch bleibt noch viel zu tun. Mit kontinuierlicher Förderung und den Erfahrungen aus diesem Projekt wollen die Behörden Verzögerungen verringern und den Schutz für gefährdete Gebiete verbessern. Angesichts wiederkehrender Bedrohungen bleibt Hochwasserresilienz eine Priorität.