18 February 2026, 17:23

TH Köln forscht an dezentralen Cloud-Lösungen für mehr Sicherheit im Mittelstand

Ein Ziegelgebäude mit einem grünen Tor, umgeben von anderen Gebäuden mit Fenstern, einem Namensschild an der Wand, Rohren, Lampen, einer Brücke, Bäumen und anderen Gegenständen unter einem bewölkten Himmel.

TH Köln forscht an dezentralen Cloud-Lösungen für mehr Sicherheit im Mittelstand

Neues Forschungsprojekt an der TH Köln: Dezentrale Cloud-Lösungen für mehr Sicherheit und Unabhängigkeit im Mittelstand

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Ein neues Forschungsvorhaben an der Technischen Hochschule Köln (TH Köln) widmet sich den Herausforderungen, mit denen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Nutzung von Cloud-Computing konfrontiert sind. Unter dem Namen DREAM (Dezentrale, Resiliente und Eigenständige Architekturen für den Mittelstand) zielt die Initiative darauf ab, dezentrale Lösungen zu entwickeln, die die Cybersicherheit, den Datenschutz und die Unabhängigkeit von großen Anbietern verbessern. Das Projekt wird mit rund 1,28 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Am DREAM-Projekt beteiligen sich neben der TH Köln die HK Business Solutions GmbH, die Justus-Liebig-Universität Gießen sowie die luckycloud GmbH. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Prof. Dr. Hoai Viet Nguyen und Prof. Dr. Matthias Böhmer von der TH Köln. Bis Oktober 2028 wird das Team technologische Komponenten für dezentrale Datenräume entwickeln und erproben, während die HKBS die Koordination und praktische Umsetzung in der Wirtschaft übernimmt.

Cloud-Dienste bieten KMU zwar neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit, bergen aber auch Risiken wie Datenlecks, Compliance-Probleme und eine zu starke Abhängigkeit von wenigen großen Anbietern. DREAM setzt hier an und erforscht dezentrale Software-Architekturen, die Unternehmen mehr Kontrolle über ihre Daten geben. Ziel ist ein Framework, das es Firmen ermöglicht, digitale Dienste sicher zu nutzen und gleichzeitig langfristige Flexibilität zu wahren.

Die Projektergebnisse – darunter Tools, Leitfäden und funktionsfähige Prototypen – werden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dadurch sollen KMU souveräne Cloud-Technologien einführen können, ohne sich an einen einzigen Anbieter zu binden. DREAM ist dabei nur eines von mehreren Vorhaben in Deutschland, die Cloud-Innovationen vorantreiben: So arbeiten etwa die Deutsche Telekom und Nvidia an einer KI-Cloud für die Industrie, Solarize entwickelt eine Plattform für dezentrale Energieabrechnung, Virtus baut in Berlin einen 300-Megawatt-Campus auf, und Prior1 forscht an Edge-Computing-Lösungen.

Bis Oktober 2028 wird das DREAM-Projekt KMU praktische Ressourcen an die Hand geben, um zu sichereren und unabhängigeren Cloud-Lösungen überzugehen. Die Ergebnisse werden öffentlich zugänglich sein und Unternehmen Alternativen zu klassischen Cloud-Modellen bieten. Die Forschung reiht sich ein in die bundesweiten Bestrebungen, die digitale Souveränität des Mittelstands zu stärken.