Halle (Saale) und Köthen feiern prunkvolle Karnevalsumzüge – doch die Zukunft ist ungewiss
Hiltrud Bolnbach"Die Welt sehnt sich nach Fasching" - Faschingsumzüge - Halle (Saale) und Köthen feiern prunkvolle Karnevalsumzüge – doch die Zukunft ist ungewiss
Karnevalsfeiern in Sachsen-Anhalt wachsen – Halle (Saale) und Köthen etablieren sich neben Dessau-Roßlau als zentrale Festhochburgen der Region
Beide Städte veranstalten in diesem Jahr große Rosenmontagsumzüge mit prächtigen Motivwagen und einem abwechslungsreichen Programm im Anschluss. Veranstalter warnen jedoch vor steigenden Sicherheitsanforderungen, die lokale Vereine künftig finanziell überlasten könnten.
Der Landeskarnevalsverband Sachsen-Anhalt vereint 187 Mitgliedsgruppen mit rund 19.000 Aktiven. In diesem Jahr rücken besonders Halle und Köthen in den Fokus, wo aufwendige Umzüge im Mittelpunkt stehen.
In Halle steht der Umzug unter dem Motto "Neue Besen, volle Kraft voraus!". Die Jecken dürfen sich auf 12.000 Kilogramm Süßigkeiten freuen, die während des Zuges ins Publikum geworfen werden. Nach dem Umzug lockt der Marktplatz mit Live-Unterhaltung.
In Köthen hat die führende Gruppe KUKAKÖ 1954 das Thema "Das Universum sehnt sich nach Karneval – KUKAKÖ ist überall!" gewählt. Ähnlich wie in Halle schließt sich an den Umzug ein Bühnenprogramm auf dem Marktplatz an.
Trotz der ausgelassenen Stimmung geben die Organisatoren zu bedenken, dass verschärfte Sicherheitsvorgaben für die Umzüge bald zu einer finanziellen Belastung für die Vereine werden könnten – und damit die Zukunft der Tradition gefährden.
Die Rosenmontagsumzüge bleiben der Höhepunkt des Karnevals in Sachsen-Anhalt. Mit prunkvollen Wagen, Tonnen an Süßigkeiten und Live-Auftritten festigen Halle und Köthen ihre Position als wichtige Feststandorte. Doch die steigenden Sicherheitskosten könnten kleinere Gruppen in den kommenden Jahren vor Herausforderungen stellen.
