04 March 2026, 07:11

Josef Hader schockt in Memmingen mit schonungslosem Humor und Tabubrüchen

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer vielseitigen Gruppe von Menschen, die sich um ein altes Plakat mit der Aufschrift "Humoristische Liste" versammelt haben.

Josef Hader schockt in Memmingen mit schonungslosem Humor und Tabubrüchen

Josef Hader provoziert in Memmingen mit schonungslosem Humor

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Der österreichische Komiker Josef Hader gab im Rathaus von Memmingen ein provokantes zweistündiges Gastspiel – und das Publikum reagierte mit ununterbrochenem Lachen und Applaus, selbst bei den brisantesten Themen. Mit seinem scharfen Witz und ungeschönten Stil ließ Hader kaum Raum für Gleichgültigkeit.

Den Abend eröffnete er mit selbstironischen Bekenntnissen zu einem Lebenswandel zwischen Alkohol und Kokain. Sein humorvoller Umgang mit eigenen Schwächen reichte bis zu finanziellen Pannen: Er scherzte, er verwechsle regelmäßig seine IBAN mit dem Kontostand.

Doch dann wechselte Hader zu düstereren Themen und schlug etwa vor, die Flüchtlingskrise durch "moderne Sklaverei" zu lösen – eine Bemerkung, die er mit trockenem Unterton vortrug und die beim Publikum verlegene Lacher auslöste. Zudem bezeichnete er sich als "ethischen Vegetarier" und behauptete, er esse nur Tiere, die beim Töten nicht schreien.

Trotz seines oft als "unsympathischer alter Säufer" beschriebenen Auftritts blieb das Publikum gebannt. Aktuelle Reaktionen auf den Auftritt liegen nicht vor, doch seine für 2026 geplante Tour Hader on Ice ist bereits fest eingeplant.

Der Abend in Memmingen unterstrich Haders Ruf als Grenzgänger des Humors. Seine Mischung aus Schockkomik und Gesellschaftskritik polarisiert weiterhin – doch die ausverkauften Tourdaten beweisen seine anhaltende Zugkraft. Bis 2026 müssen Fans sich jedoch gedulden, um ihn wieder live zu erleben.