Köln will Nippeser Afrika-Viertel retten: Parkplatz-Stopp für historische Vordergärten
Hiltrud BolnbachKöln will Nippeser Afrika-Viertel retten: Parkplatz-Stopp für historische Vordergärten
Köln will Vordergärten im Nippeser Afrika-Viertel schützen – Parkplatzausbau auf mehreren Straßen soll verboten werden
Die Stadt Köln plant, die charakteristischen Vordergärten im Afrika-Viertel des Stadtteils Nippes durch ein Verbot neuer Stellplätze auf mehreren Straßen zu erhalten. Die Verwaltung will eine corresponding Bebauungsplan-Satzung erlassen, um bestehende Zufahrten zu regeln und die weitere Versiegelung von Grünflächen zu stoppen. Eine endgültige Entscheidung soll im März im Ausschuss für Stadtentwicklung beraten werden.
Die vorgeschlagenen Regeln zielen darauf ab, den historischen Charakter der grünen Freiflächen im Viertel zu bewahren. Bestehende Parkplätze und Garagenzufahrten würden unter Bestandsschutz gestellt, doch neue Versiegelungen wären nur noch in Ausnahmefällen – etwa für notwendige Zufahrten – zulässig. Die Stadt betont die Bedeutung der Erhaltung der traditionellen Vordergärten, die das Bild des Quartiers prägen.
Der 1 fc köln übt scharfe Kritik an den Plänen. Der Verband sieht darin einen beispiellosen Eingriff in das Eigentumsrecht. Während die Stadt ökologische und denkmalschützerische Argumente anführt, gibt es keine öffentlichen Daten dazu, wie viele Vordergärten seit den 2010er-Jahren bereits Parkflächen weichen mussten.
Falls die Satzung beschlossen wird, wäre die weitere Umwandlung von Gärten in Parkflächen untersagt. Die Sitzung des Ausschusses im März wird zeigen, ob die Maßnahmen umgesetzt werden. Die Entscheidung wird die künftige Entwicklung in einem der ältesten Wohnviertel Kölns maßgeblich prägen.
