Verbotenes Wärmebild-Zielfernrohr im BMW X6: Zwei Briten auf der A44 gestoppt
Dimitri EigenwilligVerbotenes Wärmebild-Zielfernrohr im BMW X6: Zwei Briten auf der A44 gestoppt
Zwei Männer, die aus dem Vereinigten Königreich nach Rumänien unterwegs waren, wurden auf der Autobahn A44 angehalten, nachdem Zollbeamte ein verbotenes Wärmebild-Zielfernrohr für Gewehre in ihrem Fahrzeug entdeckt hatten. Das Gerät, das nach deutschem Recht als Waffe eingestuft wird, war in einem Paket in ihrem Transporter versteckt. Beide müssen sich nun wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung und Verstöße gegen das Waffengesetz strafrechtlich verantworten.
Die Entdeckung erfolgte während einer Routinekontrolle an einem auf Rumänien zugelassenen Kleintransporter, in dem ein 45-jähriger Fahrer und sein Beifahrer unterwegs waren. Der Fahrer gab an, für ein rumänisches Transportunternehmen zu arbeiten und Pakete sowie einen gebrauchten BMW X6 auszuliefern. In einem der Pakete fanden die Beamten ein Wärmebildgerät mit integrierter Montageschiene, das sich für Schusswaffen eignet – ein in Deutschland nach dem Waffengesetz verbotenes Utensil.
Die Männer bestritten, Verbrauchsteuerware, Betäubungsmittel, Zigaretten oder Bargeld in Höhe von über 10.000 Euro bei sich zu führen. Zudem konnten sie weder Zollerklärungen noch Importepapiere für den BMW X6 vorlegen, dessen Zollwert auf 4.000 Euro geschätzt wurde. Das Fahrzeug wies einen defekten Turbolader auf, doch seine Einfuhr warf weitere Fragen auf. Neben Zollgebühren in Höhe von etwa 3.250 Euro war zudem eine Einfuhrumsatzsteuer von 19 Prozent auf den Gesamtwert des Wagens fällig.
Die Behörden beschlagnahmten das Zielfernrohr und verlangten eine Sicherheitsleistung von 4.000 Euro. Nach Begleichung der ausstehenden Gebühren durften die Reisenden ihre Fahrt fortsetzen. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat den Zoll inzwischen mit weiteren Ermittlungen in dem Fall beauftragt.
Das Wärmebildgerät bleibt vorerst beschlagnahmt, und den beiden Männern drohen nun mögliche Anklagen. Zoll und Staatsanwaltschaft prüfen, ob während des Transports weitere Verstöße begangen wurden. Der Fall unterstreicht die strenge Durchsetzung der deutschen Waffen- und Einfuhrbestimmungen.
