02 April 2026, 00:36

One Billion Rising: Millionen tanzen weltweit gegen Gewalt an Frauen

Eine Gruppe von Frauen, die auf der Straße tanzen, umgeben von einer Menge, einem Lautsprecher, einem Fahrzeug, einer Tafel mit Text und einer Fahnenstange.

Tanz-Aktionen in Städten - Zeichen gegen Gewalt an Frauen - One Billion Rising: Millionen tanzen weltweit gegen Gewalt an Frauen

Jeden Februar gehen Millionen Menschen für One Billion Rising auf die Straße – einen weltweiten Protest gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Die 2012 von der US-amerikanischen Künstlerin und Feministin Eve Ensler ins Leben gerufene Kampagne hat sich seitdem in über 200 Ländern verbreitet. In diesem Jahr finden erneut in tausenden Städten – von New York und London über Berlin bis Manila – Veranstaltungen statt, an denen sich Dutzende deutsche Kommunen solidarisieren.

Die Bewegung entstand als Aufruf zum Handeln angesichts einer erschütternden Realität: Milliarden Frauen erleben in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt. Seit 2013 hat sich One Billion Rising zu einer jährlichen Demonstration des Widerstands entwickelt, die Tanz, Protest und öffentliche Kundgebungen verbindet. Zwar hat die digitale Vernetzung durch soziale Medien den Aktivismus revolutioniert, doch betonen die Organisator:innen, dass physische Zusammenkünfte nach wie vor entscheidend sind – um öffentliche Räume zurückzuerobern und direktes Leben zu leben.

Allein in Nordrhein-Westfalen beteiligen sich in diesem Jahr rund 30 Städte mit eigenen Aktionen. In Duisburg und Detmold stehen Tanzevents auf dem Programm, begleitet von der Kampagnenhymne Women on Fire, zu denen Teilnehmende aufgefordert sind, Videos online zu teilen. Die Kundgebung in Siegburg setzt hingegen einen lokalen Schwerpunkt mit dem Motto 'Nein heißt Nein! Auch während des Karnevals!' – und lenkt damit den Blick auf die Bedeutung von Einverständnis gerade in feierfreudigen Zeiten.

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Von Basisprotesten bis zu viral verbreiteten Tanzaktionen: One Billion Rising vereint weiterhin vielfältige Gemeinschaften im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Die diesjährigen Veranstaltungen – ob digital oder vor Ort – unterstreichen die doppelte Rolle der Kampagne als globale Bewegung und lokaler Wandelimpuls. Die Organisator:innen rufen zur Teilnahme auf und betonen, dass kollektives Handeln – ob durch Tanz oder Demonstration – die Forderung nach Gerechtigkeit sichtbar und dringlich hält.

AKTUALISIERUNG

Confirmed Participation in Germany: Flashmobs and Rallies Across 150 Cities

The 2026 One Billion Rising campaign in Germany saw thousands participate in over 150 cities, with 30 actions in North Rhine-Westphalia. Key developments include:

  • A Berlin demonstration at Brandenburg Gate under the motto 'Women on Fire – Ni una menos' on 14 February, organized by Centre Talma.
  • Spontaneous flashmobs in Duisburg, where dancers surrounded a 'Wir sagen Nein! zu Gewalt gegen Frauen' poster.
  • Overlapping events with carnival festivities in smaller communities, amplifying the campaign's visibility.