25 February 2026, 17:33

NRW kämpft mit digitaler Plattform Amudim gegen Antisemitismus an Schulen

Ein Klassenzimmer in Nigeria mit Schülern, die Gesichtsmasken tragen und auf Bänken oder Stehplätzen sitzen, mit Büchern und Gegenständen auf den Tischen, Fenstern, einer Tür und Deckenleuchten und -ventilatoren im Hintergrund.

Lehrer sollten entschiedener gegen Antisemitismus in Schulen vorgehen - NRW kämpft mit digitaler Plattform Amudim gegen Antisemitismus an Schulen

Nordrhein-Westfalen startet digitale Plattform gegen wachsenden Antisemitismus an Schulen

Unter dem Namen Amudim hat das Land eine neue Online-Plattform eingeführt, die Lehrkräfte dabei unterstützen soll, verschlüsselte Hassrede, Klischees und alltägliche antisemitische Vorfälle zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines deutlichen Anstiegs solcher Fälle seit dem Hamas-Angriff im Oktober 2023.

Allein im Jahr 2024 wurden in Nordrhein-Westfalen 940 antisemitische Vorfälle registriert – ein Anstieg um 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Viele bleiben unbemerkt oder werden als harmlose Scherze oder Bagatellen abgetan. Lehrkräfte tun sich oft schwer, subtile Formen des Judenhasses zu identifizieren, sei es in Form verschleierter Sprache oder als "Witz" getarnter Vorurteile.

Die Plattform Amudim schult Pädagoginnen und Pädagogen darin, diese Anzeichen zu erkennen. Sie erläutert völkische und rassistische Symbole, historische Zusammenhänge sowie aktuelle antisemitische Strömungen. Schulen müssen künftig besser einschätzen, ob Vorfälle strafrechtliche Konsequenzen erfordern oder pädagogische Maßnahmen ausreichen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Feindseligkeiten gegenüber Israel und jüdischen Menschen haben in Klassenzimmern und auf Schulhöfen zugenommen. Die Plattform ist Teil umfassender Bemühungen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, und soll Lehrkräften mehr Sicherheit im Umgang mit Antisemitismus geben.

Das Tool bietet klare Handlungsempfehlungen für den Schulalltag. Durch die Entschlüsselung versteckter Botschaften und eine gestärkte Sensibilisierung soll die Unsicherheit bei der Meldung von Vorfällen verringert werden. Schulen erhalten damit ein strukturiertes Vorgehen, um Hassrede frühzeitig zu bewerten und zu unterbinden, bevor sie eskaliert.