Gemeinsame Fastenzeit: Bergisch Gladbach feiert Ramadan mit interreligiösem Dialog
Veronique HänelGemeinsame Fastenzeit: Bergisch Gladbach feiert Ramadan mit interreligiösem Dialog
Drei muslimische Gemeinden in Bergisch Gladbach übermitteln herzliche Wünsche zum Beginn des Ramadan
Das Deutsch-Albanische Islamische Kulturzentrum, der IGMG-Ortsverband Bergisch Gladbach und die Islamische Gemeinde haben mit Blick auf den bevorstehenden Ramadan zu Einheit und Respekt aufgerufen. Ihre Botschaft richtete sich auch an die christlichen Mitbürger der Stadt, die in diesem Jahr fast zeitgleich die Fastenzeit begehen.
Der Ramadan beginnt am Donnerstag, dem 19. Februar 2026, und dauert bis zum 19. März. Traditionell ist der Monat eine Zeit der Besinnung, der Geduld und der sozialen Verantwortung für Muslime. In diesem Jahr fällt er zeitlich nah mit der christlichen Fastenzeit zusammen – eine gemeinsame Phase der spirituellen Einkehr.
Die drei Gemeinden haben für die Dauer des Ramadan gemeinsame Iftar-Mahlzeiten organisiert. Diese Treffen sollen lokale Verantwortungsträger, Religionsvertreter und Bürger zusammenbringen, um den Dialog zu fördern und die Gemeinschaft zu stärken. Die Veranstaltungen spiegeln die größeren Bemühungen Bergisch Gladbachs wider, die Integration zu fördern – unterstützt durch Initiativen wie den Integrationsrat und Projekte unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Frank Stein.
In ihren Stellungnahmen betonten die Gruppen Werte wie Dankbarkeit, Achtsamkeit und ein friedliches Miteinander. Gleichzeitig wünschten sie den Christen der Stadt eine besinnliche Fastenzeit und hoben die Bedeutung des gegenseitigen Respekts zwischen den Religionen hervor. Bergisch Gladbach, mit rund 112.660 Einwohnern, verzeichnet zwar leichte demografische Veränderungen, doch bleiben lokale Organisationen aktiv, um den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken.
Der zeitgleiche Beginn von Ramadan und Fastenzeit bietet in Bergisch Gladbach die Chance, die interreligiösen Beziehungen zu vertiefen. Gemeinsame Iftar-Einladungen und öffentliche Zeichen der Verbundenheit sollen das gegenseitige Verständnis und die Wertschätzung festigen. Mit den von der Stadt unterstützten Integrationsprogrammen könnte dieser Monat die Bindungen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft weiter stärken.
