NRW-Regierung kehrt teilweise zu Diesel-Dienstwagen zurück – warum Ökostrom allein nicht reicht
Veronique HänelE-Auto weg - Finanzminister fährt wieder Diesel - NRW-Regierung kehrt teilweise zu Diesel-Dienstwagen zurück – warum Ökostrom allein nicht reicht
In der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen zeichnet sich ein Wandel bei den Dienstwagen ab: Immer weniger Minister setzen auf Elektro- oder Hybridfahrzeuge. Zwar nutzen noch sieben Kabinettsmitglieder Modelle mit geringen Emissionen, doch einige sind aus praktischen Gründen – etwa wegen der Reichweite und Verfügbarkeit – wieder auf Diesel umgestiegen. Die Änderungen fallen mit der anstehenden Verlängerung der Leasingverträge zusammen, was zu neuen Bestellungen sowohl für Elektro- als auch für Verbrennerfahrzeuge führt.
Finanzminister Marcus Optendrenk hat kürzlich seinen elektrischen BMW i7 gegen einen Audi A8 L 50 TDI Quattro mit Dieselmotor getauscht. Ausschlaggebend waren wiederholte Probleme mit der begrenzten Reichweite des i7 auf langen Strecken. Auch Bauministerin Ina Scharrenbach entschied sich für einen Diesel statt eines Elektroautos als Dienstwagen.
Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenminister Herbert Reul fahren weiterhin in gepanzerten Limousinen, die derzeit ausschließlich mit Verbrennungsmotoren erhältlich sind. Für diese Fahrzeuge gibt es keine elektrischen oder hybriden Alternativen – hier bleibt also nur der klassische Kraftstoff.
Sieben Minister nutzen weiterhin Elektro- oder Hybridautos, darunter Mona Neubaur, Verena Schäffer und Oliver Krischer. Da jedoch in den kommenden Monaten mehrere Leasingverträge auslaufen, haben einige bereits neue Elektromodelle bestellt – während Scharrenbach erneut auf einen Diesel setzt.
Die Fahrzeugflotte der Landesregierung spiegelt damit eine Mischung aus Antriebsarten wider, wobei oft die Praktikabilität über ökologische Ziele gestellt wird. Zwar bleiben Elektro- und Hybridfahrzeuge im Einsatz, doch der Rückgriff auf Diesel bei einigen Ministern zeigt, dass Reichweitenprobleme und Infrastrukturdefizite weiterhin eine Hürde darstellen. Die anstehenden Leasingverlängerungen werden zeigen, ob sich der Trend zurück zu Verbrennern fortsetzt.
