19 February 2026, 07:25

Gefälschter Führerschein und illegale Schrottgeschäfte: Polizei deckt kriminelle Machenschaften auf

Ein Polizeiwagen steht auf der Seite einer vielbefahrenen Straße vor dem Brandenburg-Tor in Berlin, Deutschland, mit Barrieren, Schildern, Bäumen und Laternenmasten im Hintergrund und einer bewölkten Himmel.

Gefälschter Führerschein und illegale Schrottgeschäfte: Polizei deckt kriminelle Machenschaften auf

Routine-Kontrolle in Detmold deckt Straftaten eines Schrotthändlers auf

Bei einer Verkehrskontrolle in Detmold wurden am Dienstag, dem 10. Februar 2026, mehrere Verstöße eines Schrotthändlers aufgedeckt. Die Polizei hielt auf der Detmolder Straße einen heruntergekommenen VW LT 40-Lkw an und stellte fest, dass der Fahrer einen gefälschten kroatischen Führerschein vorwies. Der Fall hat nun zu strafrechtlichen Ermittlungen gegen sowohl den Fahrer als auch den Halter des Fahrzeugs geführt.

Der Vorfall ereignete sich während der europaweiten ROADPOL-Aktion "Lkw und Bus", bei der 293 Nutzfahrzeuge überprüft wurden. Davon wiesen 133 Verstöße auf, und sieben Fahrzeuge erhielten ein Weiterfahrverbot.

Der 51-jährige Fahrer, ein Detmolder, besaß seit einem Jahrzehnt keinen gültigen Führerschein mehr. Stattdessen präsentierte er bei der Kontrolle ein gefälschtes kroatisches Dokument. Der 53-jährige Halter des Fahrzeugs, ebenfalls aus Detmold, muss sich nun wegen der Erlaubnis an einen Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis vor Gericht verantworten.

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Die Prüfer stellten fest, dass sich der Lkw in einem schwer verkehrsunsicheren Zustand befand. Er transportierte eine ungesicherte, defekte Industriewaage, was ein klares Sicherheitsrisiko darstellte. Zudem betrieb das Unternehmen seit Jahren ohne die erforderliche gewerbliche Genehmigung für die Schrottsammlung.

Weitergehende Ermittlungen ergaben, dass beide Männer Sozialleistungen bezogen. Die Behörden prüfen nun möglichen Sozialbetrug und Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit ihren Geschäften.

Der Fall kam im Rahmen der jährlichen ROADPOL-Kampagne "Lkw und Bus" ans Licht, die seit 2021 jedes Jahr in Deutschland stattfindet. Die von Polizeikräften bundesweit koordinierte Initiative konzentriert sich auf die Einhaltung der Vorschriften für Nutzfahrzeuge und die Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Der Lkw erhielt sofort ein Weiterfahrverbot, und es wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Dem Fahrer und dem Halter drohen nun mehrere Anklagepunkte, darunter Urkundenfälschung, Fahren ohne Führerschein und möglicherweise Betrug. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Kontrollbemühungen im Rahmen großangelegter Verkehrsoperationen in ganz Deutschland.