Wie die Trompete Berlins Nachtleben seit 20 Jahren leiser macht
Dimitri EigenwilligWie die Trompete Berlins Nachtleben seit 20 Jahren leiser macht
Ein einzigartiger Nachtlife-Spot in Berlin – seit über zwei Jahrzehnten
Vor mehr als zwanzig Jahren eröffnete in Berlin ein besonderer Treffpunkt, der lebende Musik mit entspannter Atmosphäre verbindet: der Club Trompete. Im April 2000 von Schauspieler Ben Becker und Dimitri Hegemann, dem Mitbegründer des legendären Tresor, ins Leben gerufen, hat er sich seitdem einen festen Platz in der Berliner Kulturszene erarbeitet.
Versteckt am Lützowplatz im Westen der Stadt, wurde der Club anfangs skeptisch betrachtet, entwickelte aber nach und nach einen Ruf für sein unverwechselbares Flair. Anders als die energiegeladenen Tanzclubs der Stadt setzt die Trompete auf Entschleunigung – ein Ort, um nach langen Tagen abzuschalten.
Jeden Donnerstag um 21 Uhr öffnet die "After Work Lounge" ihre Türen für Workaholics und Geschäftsreisende, die den Stress des Tages hinter sich lassen wollen. Oft gibt es Live-Musik, die für eine lockere Stimmung sorgt. Gelegentlich steigen auch bekannte Schauspieler auf die Bühne und verleihen dem Abend eine theatralische Note.
Becker und Hegemann gestalteten den Club bewusst als Gegenentwurf zur typischen Berliner Clubszene. Während der Tresor für elektronische Musik berühmt wurde, bot die Trompete etwas anderes: ein ruhigeres, intimeres Ambiente. Mit der Zeit wurde sie zum Geheimtipp für alle, die dem hektischen Nachtleben der Berliner Zeitung entfliehen wollten.
Auch heute ist die Trompete eine feste Größe in Berlins Nachtkultur – wenn auch für ein spezielles Publikum. Die Mischung aus Live-Auftritten und entspannten Abenden zieht weiterhin Gäste an. Dass der Club seit über zwei Jahrzehnten besteht, beweist: In einer Stadt, die für ihr pulsierendes, schnelles Nachtleben bekannt ist, gibt es durchaus Platz für Alternativen.
