Mainz bezaubert mit einem spektakulären Karnevalsfinale 2026
Mainz feiert den Karneval 2026 in voller Pracht: Die Mainzer Ranzengarde beendet die Session mit einem fulminanten Faschingsdienstag
Mit voller Karnevalsbegeisterung feierte Mainz 2026, als die Mainzer Ranzengarde ihre letzte Sitzung am Faschingsdienstag ausrichtete. Das historische Palais war bis auf den letzten Platz gefüllt – Hunderte versammelten sich, um die langjährige Tradition der Stadt zu ehren. Musik, Satire und Tanz standen im Mittelpunkt eines Abends, der lokalen Stolz mit kulturellem Austausch verband.
Den Auftakt bildete die Ehrenformation mit den berühmtesten Karnevalsmelodien Kölns. Diese musikalische Hommage schuf eine Brücke zur Partnerstadt Mainz und spiegelte die wachsende Verbindung zwischen den beiden Hochburgen des Karnevals wider. In den letzten Jahren haben sich die Kooperationen zwischen der Mainzer Ranzengarde und der Kölner Karnevalsgesellschaft vertieft – mit gemeinsamen Auftritten beim Rosenmontagszug 2023 und 2025, Gastspielen und Workshops zu Kostümen und Musik.
Es folgte politische Satire: Redner wie Gunther Raupach und Bernhard Knab lieferten scharfsinnige Kommentare, deren treffende Pointen das Publikum zunächst in nachdenkliches Schweigen versetzten, bevor Gelächter ausbrach. Unterdessen präsentierte das Komitee eine energiegeladene Tanzperformance, die den spielerischen, toleranten Geist des "Narrenreichs" verkörperte.
Die "Eisbären" präsentierten anschließend ihre vollständige Karnevalsrevue, begleitet von den Kasteler Musikanten, die als Große Garden-Musikcorps der Mainzer Ranzengarde fungieren. Auch die Familie Wiesmann trat auf – Jürgen Wiesmann als "Ernst Lustig" und Sabine Wiesmann am Dirigentenpult – und zeigte Narretei in ihrer authentischsten Form. Ein kultureller Höhepunkt folgte, als "Ignaz" Markus Schönberg den "Meenzer" am rechten Rheinufer eine Hymne widmete und damit die lokale Identität stärkte.
Die Ranzengarde, 1838 von Johann Maria Kertell als Persiflage auf Preußens "Lange Kerls" gegründet, ist tief in der Stadt verwurzelt. Ihr erster Narrenumzug an Fastnachtssonntag 1838 inspirierte sogar den noch heute blühenden Mainzer Rosenmontagszug.
Der Abend endete mit einer Würdigung der ältesten Mainzer Karnevalsgarde und ihres bleibenden Erbes. Die Zusammenarbeit mit Köln hat der Saison 2024/2025 neue Impulse verliehen – etwa durch Prunksitzungen und städtische Austauschprogramme. Die Veranstaltung unterstrich einmal mehr die Leidenschaft Mainzer für den Karneval, der Geschichte, Humor und Gemeinschaft in einem lebendigen Fest vereint.
