Verallia schließt Essener Glaswerk – 310 Jobs in Gefahr
Verallia Deutschland AG kündigt Schließung des Glaswerks in Essen an
Die Verallia Deutschland AG hat Pläne bekannt gegeben, ihr Glaswerk in Essen stillzulegen. Die Schließung wird 310 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeitslos zurücklassen und stellt einen schweren Rückschlag für den Industriestandort der Stadt dar. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete die Entscheidung als "harten Schlag" für Essens Ruf als wichtiger Industriestandpunkt.
In den vergangenen fünf Jahren hatte das Unternehmen seine Belegschaft bereits von etwa 1.200 auf rund 900 Beschäftigte reduziert. Trotz dieses Personalabbaus stieg die wirtschaftliche Bedeutung von Verallia: Die Jahresumsätze kletterten von etwa 400 Millionen auf 500 Millionen Euro. Gleichzeitig behielt das Unternehmen seine Führungsposition im Bereich Glasverpackungen bei.
Die Stadt Essen hat Unterstützung für die Betroffenen zugesagt. Hilfsangebote werden über das offizielle Stadtportal sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Essen (EWG) koordiniert. Bereits jetzt laufen Bemühungen, neue Nutzungsmöglichkeiten für das Gelände zu prüfen und Perspektiven für die regionale Arbeitsmarkt zu schaffen.
Oberbürgermeister Kufen äußerte tiefes Bedauern über die Schließung und betonte die Folgen für Essens industrielle Standortsicherheit. Die Stadt steht nun vor der Herausforderung, sich nach dem Wegfall eines großen Arbeitgebers neu aufzustellen.
Die Stilllegung des Werks wird in den kommenden Monaten vollzogen und 310 Menschen ihre Arbeitsplätze kosten. Die Essener Verwaltung arbeitet daran, den Übergang durch Berufsberatung und wirtschaftliche Hilfen zu erleichtern. Zudem soll das Gelände umgenutzt werden, um neue Unternehmen und Investitionen anzuziehen.
