20 February 2026, 05:06

Gericht zwingt X zur Löschung eines Fake-Girokontos von Jan Böhmermann

Ein Plakat mit fettem, schwarzem Text, der in der Mitte auf einem weißen Hintergrund steht und von einem schmalen schwarzen Rand eingerahmt ist.

Gericht zwingt X zur Löschung eines Fake-Girokontos von Jan Böhmermann

Ein deutsches Gericht hat X angewiesen, ein gefälschtes Girokonto zu löschen, das den Satiriker Jan Böhmermann nachahmt. Das Landgericht Köln entschied, dass die Plattform die Verbreitung des Fake-Profils unverzüglich einstellen und den öffentlichen Zugriff darauf unterbinden muss. Böhmermanns Anwälte werfen dem Girokonto vor, Hass und Falschinformationen verbreitet zu haben, während es sich gleichzeitig mit seinem Namen bereicherte.

Das betrügerische Girokonto mit dem Namen "Jan Boehmermann (Parodie) ZDF Neo Royale" nutzte ein echtes Profilbild des Satirikers. Es veröffentlichte mehrmals täglich Beiträge, angeblich mit dem Ziel, rechtsextreme Nutzer gegen ihn aufzuhetzen. Seine Rechtsvertreter argumentieren, dass X als Unternehmen finanziell von solchen Falschmeldungen profitiere.

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Böhmermanns Anwälte fordern nun von X eine Offenlegung der Einnahmen, die durch Desinformation unter seinem Namen generiert wurden. Sie bezeichnen den Fall als eine Grundsatzfrage und werfen der Plattform vor, Profit über Verantwortung zu stellen. Konkrete Umsatzzahlen oder Berechnungsmethoden für mögliche Gewinne wurden von der Kanzlei Jun jedoch nicht genannt.

X kann gegen die einstweilige Verfügung noch Berufung einlegen. Der Fall könnte richtungsweisend dafür werden, wie Plattformen mit Fake-Accounts und Falschinformationen unter echten Namen umgehen müssen.

Die Gerichtsentscheidung zwingt X vorerst, das betrügerische Profil zu sperren. Böhmermanns Team besteht weiterhin auf Transparenz bei den Einnahmen der Plattform durch gefälschte Inhalte. Sollte die Klage erfolgreich sein, könnte sie weitere Einblicke darin geben, wie X mit irreführenden Konten Geld verdient.