17 February 2026, 17:24

Gil Ofarim zahlt 20.000 Euro Entschädigung nicht – trotz Dschungelcamp-Gewinns

Ein Schwarz-Weiß-Zeichnung eines Hotels namens "United Service Hotel" mit einem großen Eingang, mehreren Fenstern und einem dekorativen Rahmen.

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Gil Ofarim zahlt 20.000 Euro Entschädigung nicht – trotz Dschungelcamp-Gewinns

Der Rechtsstreit zwischen Gil Ofarim und dem Hotelmitarbeiter Markus W. hat eine neue Wendung genommen: Der Sänger hat die vereinbarten 20.000 Euro Entschädigung bis heute nicht gezahlt. Der Fall, der 2021 begann, hatte damit angefangen, dass Ofarim den Angestellten fälschlich des Antisemitismus bezichtigte – ein Vorwurf, der später vor Gericht widerlegt wurde. Mittlerweile steht die öffentliche Unterstützung klar auf der Seite von W.

2021 behauptete Ofarim öffentlich, Markus W. habe ihm als Hotelmitarbeiter wegen seiner Davidstern-Kette den Service verweigert. Die Anschuldigung löste Empörung aus, doch Ermittlungen und Gerichtsverfahren entlasteten W. später vollständig. Im November 2023 entschuldigte sich Ofarim offiziell und gab zu, dass seine Vorwürfe falsch gewesen waren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im Rahmen eines außergerichtlichen Vergleichs sollte Ofarim an W. 20.000 Euro Schadensersatz zahlen sowie eine Strafe von 10.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation überweisen. Doch Ofarims Anwalt erklärte inzwischen, die Zahlung erfolge erst, wenn der Sänger über ausreichend flüssige Mittel verfüge. Diese Verzögerung ist umso bemerkenswerter, als Ofarim durch seinen jüngsten Auftritt in der Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! rund 400.000 Euro verdiente – darunter 100.000 Euro Siegprämie.

Markus W. hingegen erfährt derzeit große öffentliche Solidarität. Eine Social-Media-Influencerin startete eine Spendenkampagne für ihn, deren Erlös W. an die Organisationen HateAid und Minilöwen spenden sowie teilweise privat nutzen möchte. In einem aktuellen Interview mit der Zeit brach er sein Schweigen und kritisierte Ofarim dafür, sich weiterhin als Opfer darzustellen. Ein Teil der Spendengelder soll auch Familienzeit ermöglichen, um die Belastungen der vergangenen Jahre zu verarbeiten.

Während die vereinbarte Entschädigungssumme weiterhin aussteht, profitiert W. von der öffentlichen Unterstützung – und leitet einen Teil der Spenden an gemeinnützige Projekte und die eigene Familie weiter. Der Fall zeigt, wie nachhaltig sich falsche Anschuldigungen auswirken können, selbst nach einer juristischen Klärung.