Großfahndung nach mutmaßlichem Schleuserboss: Ihor Libych bleibt flüchtig
Hans-Günther KlappGroßfahndung nach mutmaßlichem Schleuserboss: Ihor Libych bleibt flüchtig
Deutsche Behörden fahnden nach einem 37-jährigen Ukrainer, der verdächtigt wird, eine kriminelle Vereinigung anzuführen. Gegen Ihor Libych wird wegen Menschenhandels, illegaler Zigarettenproduktion und Steuerhinterziehung in Höhe von rund 54 Millionen Euro ermittelt. Bei einer Großrazzia in Düsseldorf im vergangenen Jahr wurden zwölf Personen festgenommen, doch Libych ist weiterhin auf freiem Fuß.
Sein Fall wird bald in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY… ungelöst vorgestellt, da die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe bei der Ergreifung bittet.
Am 12. März 2025 durchsuchten Düsseldorfer Staatsanwälte und Zollfahnder im Rahmen einer gemeinsamen Aktion Immobilien, die mit einem ukrainischen Kriminellennetzwerk in Verbindung stehen. Bei der Operation wurden zwölf Personen festgenommen, darunter Libychs Bruder Oleksandr sowie weitere ukrainische und deutsche Komplizen. Der Gruppe wird vorgeworfen, Menschen in die Prostitution gezwungen, sie ausgebeutet und von April 2024 bis zur Razzia eine illegale Zigarettenfabrik in Düsseldorf betrieben zu haben.
Libych selbst wird als 1,90 Meter groß, von kräftiger Statur, mit kurzen schwarz-grauen Haaren und einem Ziegenbart beschrieben. Die Behörden warnen, dass er bewaffnet sein könnte und als äußerst gefährlich eingestuft wird. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich möglicherweise noch in Deutschland aufhält – möglicherweise in der Nähe von Aachen – oder in ein anderes europäisches Land geflohen ist.
Ein Foto des Gesuchten ist über die Öffentlichkeitsfahndung des Bundeskriminalamts abrufbar. Personen mit Hinweisen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer +49 (0)201 1028 2322 oder per E-Mail an [email protected] an das Zollfahndungsamt Essen zu wenden.
Der Fall wird am 25. Februar 2026 um 20:15 Uhr in der Sendung Aktenzeichen XY… ungelöst ausgestrahlt, um die Bevölkerung zur Mithilfe aufzurufen.
Die Suche nach Ihor Libych geht weiter, wobei die Behörden mehrere Möglichkeiten bieten, um Hinweise zu melden. Die mutmaßliche Steuerhinterziehung beläuft sich allein auf 54 Millionen Euro, während die Opfer der Schleuserbande weiterhin Teil der laufenden Ermittlungen sind. Die Polizei betont die Dringlichkeit, Libych zu fassen – sowohl wegen der Schwere der Vorwürfe als auch wegen der von ihm ausgehenden Gefahr.
