15 February 2026, 09:13

Finanzämter jagen Influencer: 1,4 Milliarden Euro Steuerlücke im Visier

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Steuerformulars mit Text und Zahlen, das in einem Foto Rahmen angezeigt wird.

Finanzämter jagen Influencer: 1,4 Milliarden Euro Steuerlücke im Visier

Deutsche Finanzbehörden verschärfen Prüfungen von Influencern im ganzen Land

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Neue Daten zeigen, dass die Steuerbehörden für die Jahre 2024 und 2025 rund 60.000 Datensätze von Social-Media-Schöpfern gesammelt haben. Das potenzielle Steueraufkommen könnte dabei etwa 1,4 Milliarden Euro betragen.

Ein Schwerpunkt der Ermittlungen liegt in Nordrhein-Westfalen (NRW), wo rund 7.000 Influencer für eine Überprüfung markiert wurden. Zudem laufen in der Region bereits 200 strafrechtliche Ermittlungsverfahren. Auch Bayern geht bei den Steuerprüfungen voran.

Influencer, die durch Werbedeals, Merchandising, Affiliate-Marketing oder sogar Geschenke Einnahmen erzielen, müssen alle Einkünfte versteuern. Kostenlose Produkte oder Erlebnisse sind mit ihrem üblichen Verkaufswert anzugeben. Allerdings können betriebliche Ausgaben von den steuerpflichtigen Einnahmen abgezogen werden.

Wer in NRW regelmäßig Geld mit Influencer-Tätigkeiten verdient, muss sich gewerblich anmelden. Die Gewerbesteuer fällt jedoch erst ab einem Jahresgewinn von 24.500 Euro an. Wer mehr einnehmen als ausgeben will, könnte zudem genauer unter die Lupe genommen werden.

Die Steuererklärung muss bis zum 31. Juli des Folgejahres abgegeben werden – sofern nicht ein Steuerberater die Abwicklung übernimmt. Alle Finanzunterlagen und Belege sind aufzubewahren, falls eine Prüfung ansteht.

Die Ermittlungen zeigen: Die Behörden gehen konsequenter gegen Steuervergehen von Influencern vor. Angesichts von Milliarden an potenziellen Steuereinnahmen wird volle Compliance eingefordert. Wer Einkünfte nicht deklariert oder Belege vernächlässigt, muss mit Strafen oder weiteren rechtlichen Konsequenzen rechnen.