Bottrop protestiert zum elften Mal gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Veronique Hänel
Veronique Hänel
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Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem "Solidarit├Ąt und Feminismus"-Schild die Straße entlang, mit parkenden Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.Veronique Hänel

Bottrop protestiert zum elften Mal gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Zum elften Mal gingen Aktivistinnen und Aktivisten in Bottrop am 14. Februar 2026 auf die Straße, um gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. Die Kundgebung, die im Rahmen der weltweiten One Billion Rising-Kampagne stattfand, zog trotz eisiger Temperaturen und leichtem Schneefall 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an. Die Veranstalterinnen wollten auf die anhaltende Schutzlosigkeit von Überlebenden aufmerksam machen und die dringende Notwendigkeit größerer Sensibilisierung betonen.

Organisiert wurde der Protest vom Frauenzentrum Courage, einer lokalen Initiative, die sich für die Sicherheit und Rechte von Frauen einsetzt. Das diesjährige Motto Ni una menos – Frauen in Flammen richtete sich gegen Femizide, insbesondere Tötungen durch aktuelle oder ehemalige Partner. Die Aktion sollte Betroffene stärken und Solidarität mit Gewalterfahrenden zeigen.

An der Demonstration nahmen Bottrops Oberbürgermeister Matthias Buschfeld, die Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert sowie die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Lehmann teil – neben weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Stadt. Ihre Anwesenheit unterstrich die Unterstützung der Kommune für das Anliegen.

Das Programm umfasste Live-Musik der Band A Mournful Experience sowie eine Tanzperformance der Peter-Frank-Tanzschule. Diese Elemente waren Teil der globalen One Billion Rising-Bewegung, die 2012 ins Leben gerufen wurde und heute in über 200 Ländern aktiv ist. Allein in Deutschland beteiligten sich 2026 137 Städte mit Aktionen von Flashmobs bis hin zu Workshops.

Seit ihrem Start hat One Billion Rising stark an Bedeutung gewonnen, unter anderem durch frühe Unterstützung von Persönlichkeiten wie dem damaligen UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. 2026 mobilisiert die Bewegung weiterhin weltweit – mit großen Kundgebungen wie 5.000 Teilnehmenden am Brandenburger Tor in Berlin 2013 oder 1.000 Studierenden in Linz.

Der Bottroper Protest reiht sich ein in den globalen Aufruf zum Handeln gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Mit lokalen Verantwortungsträgern und Aktivistinnen an ihrer Seite unterstrichen die Demonstrierenden die Forderungen nach besserem Schutz und Gerechtigkeit. Das anhaltende Wachstum der Kampagne spiegelt die weitverbreitete Sorge um die Sicherheit von Frauen und Mädchen wider.

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