Vom königlichen Fest zum Weltereignis: Die Geschichte des Oktoberfests
Veronique HänelVom königlichen Fest zum Weltereignis: Die Geschichte des Oktoberfests
Das Oktoberfest – das größte Bierfest der Welt – zieht jedes Jahr Millionen Besucher nach München. Was vor über 200 Jahren als königliche Hochzeitsfeier begann, hat sich zu einem globalen Kulturevent entwickelt. Heute füllt es die Theresienwiese – von den Einheimischen liebevoll Wiesn genannt – für 16 bis 18 Tage im Herbst mit Bierzelten, traditionellem Essen und lebhaften Fahrgeschäften.
Die Ursprünge des Festes reichen bis zum 12. Oktober 1810 zurück, als Kronprinz Ludwig von Bayern Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen heiratete. Das fünftägige Ereignis umfasste Pferderennen, Gelage und öffentliche Feiern. Mit der Zeit wuchs die Veranstaltung, es kamen weitere Attraktionen hinzu, und die Dauer verlängerte sich.
Bis 1860 gab es auf dem Festgelände bereits zwei Karussells und eine Schaukelanlage. Das Wachstum hielt an, und 1908 zählte man bereits 30 Fahrgeschäfte. Der 200. Jahrestag 2010 markierte einen Höhepunkt in der Geschichte des Oktoberfests und zeigte, wie weit es sich von seinen bescheidenen Anfängen entfernt hatte.
Heute ist das Oktoberfest tief mit der bayerischen Kultur verbunden. Das Münchner Stadtarchiv bewahrt seine reiche Geschichte in Fotos und Artefakten. Gleichzeitig hat sein weltweiter Ruhm ähnliche Feste inspiriert – von Kanada bis Australien.
Mittlerweile lockt das Oktoberfest jährlich rund sechs Millionen Besucher an. Die Mischung aus Bier, kulinarischen Köstlichkeiten und Unterhaltung macht es zu einem festen Bestandteil der bayerischen Tradition. Sein Einfluss reicht längst über München hinaus und zählt es zu den bekanntesten Feiern der Welt.






