29 April 2026, 14:35

Lehrerin kocht im TV – trotz einjähriger Krankschreibung droht Disziplinarverfahren

Eine Gruppe von Menschen in Schürzen und Mützen, die in einer Küche mit einem Topf auf dem Herd, Schränken und einer Wand im Hintergrund Essen zubereiten.

Vertretungslehrer soll in Kochshows aufgetreten sein - Lehrerin kocht im TV – trotz einjähriger Krankschreibung droht Disziplinarverfahren

Eine Lehrerin in Nordrhein-Westfalen sieht sich einem Disziplinarverfahren gegenüber, nachdem sie während einer langfristigen Krankschreibung in Fernseh-Kochsendungen aufgetreten ist. Der Fall hat Kritik ausgelöst und die Landesregierung veranlasst, ihre Verfahren zur Handhabung längerer Dienstunfähigkeit bei Beamten zu überprüfen.

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Die Bezirksregierung Köln hat ein Disziplinarverfahren gegen die Lehrerin eingeleitet. Dies erfolgte nach Berichten, wonach die Betroffene, die fast ein Jahr lang krankgeschrieben war, an zwei TV-Kochformaten teilgenommen hatte. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) bestätigte ihre Mitwirkung in den Sendungen.

Die Vorfälle stoßen beim Freie Demokratische Partei (FDP) auf scharfe Kritik. Parteivertreter argumentieren, ein solches Verhalten schade dem Ansehen des Lehrberufs und untergrabe das öffentliche Vertrauen in das System.

Unterdessen prüft die Landesregierung, wie langfristige Krankschreibungen gehandhabt werden. Aus offiziellen Zahlen geht hervor, dass derzeit 1.388 Beschäftigte im Schulbereich unter der Zuständigkeit des Bildungsministeriums längerfristig beurlaubt sind. Davon haben jedoch nur 55 Prozent eine amtliche ärztliche Untersuchung durchlaufen.

Das Disziplinarverfahren gegen die Lehrerin wird fortgeführt, während die Regierung ihre Richtlinien evaluiert. Ziel der Überprüfung ist es, Bedenken hinsichtlich Transparenz und Rechenschaftspflicht bei der Bearbeitung von Krankschreibungen im öffentlichen Dienst auszuräumen. Die Ergebnisse könnten zu strengeren Kontrollen in künftigen Fällen führen.

Quelle