FDP nach Wahldebakel: Strack-Zimmermann schlägt Doppelspitze mit Kubicki oder Höne vor
Hiltrud BolnbachFDP nach Wahldebakel: Strack-Zimmermann schlägt Doppelspitze mit Kubicki oder Höne vor
Die FDP hat bei zwei entscheidenden Landtagswahlen schwere Verluste erlitten und ist sowohl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz aus den Parlamenten geflogen. Als Reaktion darauf hat die prominente Parteipolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann Signalbereitschaft für eine gemeinsame Spitzenkandidatur mit Wolfgang Kubicki gezeigt. Zudem schlug sie den FDP-Vizevorsitzenden Henning Höne als weiteren möglichen Partner für die Parteiführung vor.
In Baden-Württemberg brach die FDP förmlich ein: Ihr Stimmenanteil sank von 10,5 Prozent im Jahr 2021 auf nur noch 4,4 Prozent 2026. Damit verlor die Partei alle 18 Mandate, da sie an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte. Auch in Rheinland-Pfalz war ein ähnlicher Absturz zu verzeichnen – von 5,5 auf 2,1 Prozent –, sodass die Liberalen nun in beiden Ländern ohne parlamentarische Vertretung dastehen. Die drastischen Verluste innerhalb von fünf Jahren werfen brennende Fragen zur Zukunftsstrategie der FDP auf.
Nach der Wahlniederlage sprachen sich Strack-Zimmermann und Kubicki für einen gemeinsamen Anlauf auf den Parteivorsitz aus. Sie bezeichnete Kubicki als klarsichtigen, erfahrenen Politiker mit großer Bekanntheit. Trotz Gerüchten über Spannungen zwischen den beiden wies sie Spekulationen zurück, sie könnten nicht zusammenarbeiten, und betonte den gegenseitigen Respekt.
Strack-Zimmermann hob zudem Henning Höne als starken Kandidaten für eine Doppelspitze hervor. Sie lobte seine politische Erfahrung und verwies darauf, dass seine Generation eine Schlüsselrolle für die Zukunft der Partei spielen werde. Eine Zusammenarbeit mit Höne, so ihr Argument, könnte helfen, nach den jüngsten Niederlagen wieder Vertrauen aufzubauen.
Die FDP steht nun vor einer richtungsweisenden Entscheidung über ihre Führung, während sie versucht, sich von den verheerenden Wahlergebnissen zu erholen. Strack-Zimmermanns Vorschläge – ob mit Kubicki oder Höne – zielen darauf ab, die Partei durch die Kombination unterschiedlicher Stärken zu stabilisieren. Das Ergebnis wird maßgeblich prägen, wie die FDP auf den schwindenden Zuspruch in zentralen Regionen reagiert.






