Zoo bietet skurriles Ritual: Schabenfütterung als Liebesbeweis oder Racheakt
Hans-Günther Klapp"Kakerlaken-Karma": Zoo gewährt Sponsoring für die Rache - Zoo bietet skurriles Ritual: Schabenfütterung als Liebesbeweis oder Racheakt
Ein deutscher Zoo bietet eine skurrile Methode, um mit vergangenen Beziehungen abzuschließen – oder aktuelle zu feiern. Der Tierpark Insel Altenburg wirbt mit seinem Service "Kakerlaken-Karma": Für 5 Euro können Besucher eine Futter-Schabe nach einer Person ihrer Wahl benennen – und dann zusehen, wie sie verspeist wird. Selbst die Stadt Altenburg unterstützt die verspielt angelegte Kampagne als humorvolle Lösung für unverarbeitete Gefühle.
Der ungewöhnliche Service startete 2023 und hat bis Anfang 2026 bereits über 10.000 Teilnehmer angezogen. Zooverantwortliche beschreiben ihn als kreative Möglichkeit, "ganz besondere" geliebte Menschen zu ehren – oder von verblassten Romanzen Abschied zu nehmen. Wer es weniger drastisch mag, dem bietet der Zoo zum Valentinstag eine Alternative: Für denselben Preis kann man einen Rosenkäfer patronieren und nach dem Partner benennen.
Die Idee hinter "Kakerlaken-Karma" spielt mit der Rolle der Insekten in der Nahrungskette. Besucher wählen einen Namen, heften ihn einer lebenden Schabe an und beobachten, wie sie an ein anderes Tier verfüttert wird. Der Zoo vermarktet das Erlebnis als Mischung aus Humor und Katharsis – Unterhaltung mit einer Prise emotionaler Befreiung.
Die Beliebtheit der Aktion zeigt keine Anzeichen von Nachlass: Tausende haben bereits teilgenommen. Für 5 Euro erhalten sie eine ungewöhnliche, aber unvergessliche Methode, um ein Beziehungsende zu markieren oder eine Verbindung zu feiern. Der Tierpark bewirbt den Service weiterhin als unterhaltsame, schrullige Attraktion für seine Gäste.
