Rheinbahn stellt Verkehr ein – Verdi-Streit löst vier Tage Chaos aus
Hiltrud BolnbachRheinbahn stellt Verkehr ein – Verdi-Streit löst vier Tage Chaos aus
Die Rheinbahn stellte nach einem Warnstreik der Gewerkschaft Verdi fast den gesamten Bus- und Bahnverkehr in der Landeshauptstadt ein. Die Entscheidung führte zu vier Tagen unerwarteter Behinderungen für die Fahrgäste. Nur externe Dienstleister hielten in dieser Zeit ein eingeschränktes Angebot aufrecht.
Verdi hatte zwar zu einem Streik in den Werkstätten aufgerufen, nicht jedoch unter den Fahrern. Dennoch entschied sich die Rheinbahn-Geschäftsführung, die Fahrer nach Hause zu schicken – und setzte damit den Großteil des Verkehrs außer Betrieb. Die Gewerkschaft zeigte sich überrascht über diesen Schritt und bezeichnete ihn als unnötigen Vorwand für die Einschränkungen.
Ein Verdi-Sprecher betonte, es gebe keine Rechtfertigung dafür, die Fahrer nach Hause zu schicken. Die Gewerkschaft verwies darauf, dass andere Städte den Öffentlichen Nahverkehr selbst bei Werkstattstreiks aufrechterhalten hätten. Die Rheinbahn versuchte hingegen, Verdi die Schuld für die massiven Ausfälle zuzuschieben.
Die Auswirkungen des Streiks waren größer als zunächst angenommen. Nur die Linien, die von externen Unternehmen betrieben wurden, blieben in Betrieb. Der Konflikt machte die Unterschiede zwischen der Reaktion der Rheinbahn und den eigentlichen Forderungen der Gewerkschaft deutlich.
