Zehntausende feiern Nowruz in Bonn – ein Fest der Hoffnung und des Widerstands
Hans-Günther KlappZehntausende feiern Nowruz in Bonn – ein Fest der Hoffnung und des Widerstands
Zehntausende Kurden versammelten sich am vergangenen Wochenende in Bonn, um Nowruz, das kurdische Neujahrsfest, zu feiern. Die Veranstaltung zog Besucher aus ganz Deutschland und dem Ausland an und füllte die Straßen der Stadt mit farbenfrohen kulturellen Darbietungen und Aufrufen zum Frieden in den von Konflikten betroffenen Regionen.
Über 50.000 Menschen kamen im Rheinaupark zusammen, um die Feierlichkeiten zu begehen. Viele trugen traditionelle kurdische Kleidung, andere schwenkten Flaggen oder schmückten ihre Autos mit kurdischen Symbolen. Die Stimmung blieb den ganzen Tag über lebendig, aber geordnet.
Die Polizei bezeichnete die Kundgebung als durchweg friedlich. Die Organisatoren hatten die Feier nicht nur als kulturelles Ereignis, sondern auch als Plattform genutzt, um auf die anhaltenden Kämpfe in den kurdischen Gebieten Syriens, des Irans und des Iraks aufmerksam zu machen.
Nowruz selbst ist ein uraltes Fest, das den Frühlingsbeginn markiert. Es wird von mehr als 300 Millionen Menschen weltweit begangen, insbesondere auf dem Balkan, in der Schwarzmeerregion, im Kaukasus, in Zentralasien und im Nahen Osten. Während die Feier in Bonn zu den größten in Europa zählte, fanden in vielen anderen Städten ähnliche Veranstaltungen statt.
Die Kundgebung in Bonn endete ohne Zwischenfälle und unterstrich damit ihre Botschaft von Einheit und Hoffnung. Mit Teilnehmern, die aus verschiedenen Ländern angereist waren, zeigte die Veranstaltung sowohl die kulturelle Bedeutung von Nowruz als auch die politischen Anliegen der kurdischen Gemeinschaft.






