Berlin feiert Newroz erstmals groß mit Kultur, Tradition und politischen Diskussionen
Dimitri EigenwilligBerlin feiert Newroz erstmals groß mit Kultur, Tradition und politischen Diskussionen
Berlin bereitet erste großangelegte Newroz-Feiern an bedeutenden Kulturorten vor
Berlin wird in diesem Jahr erstmals großformatige Feiern zum Newroz-Fest in wichtigen Kultureinrichtungen ausrichten. Das Fest, das das persische Neujahr markiert, findet an mehreren Orten statt, darunter das Humboldt Forum und das Haus der Kulturen der Welt. Die Veranstalter haben ein Programm aus traditionellen Bräuchen, Diskussionen und Aufführungen zusammengestellt, um die tiefen kulturellen Wurzeln des Festes zu würdigen.
Newroz, das bedeutendste iranische Fest, wurde fast 50 Jahre lang unter dem islamischen Regime unterdrückt. Trotz Verboten in Ländern wie dem Iran und Afghanistan bleibt es für etwa 300 Millionen Menschen weltweit eine zentrale Tradition. Gefeiert wird es nicht nur im Iran, sondern auch in Nationen wie Afghanistan, Aserbaidschan, Kasachstan sowie in Teilen der Türkei und Syriens.
In diesem Jahr widmet das Berliner Humboldt Forum einen ganzen Tag dem Newroz-Fest und arbeitet dabei mit sieben Vereinen zusammen, um die vielfältigen Traditionen zu präsentieren. Auf dem Programm stehen Drachenbau, Eierbemalung und traditionelle Tänze. Das Haus der Kulturen der Welt hingegen konzentriert sich ausschließlich auf persische Kultur und Künstlerinnen – kuratiert von Ava Irandoost.
Eine Podiumsdiskussion mit dem Titel "Nowruz zwischen Schmerz und Hoffnung: Iranische und afghanische Perspektiven" untersucht die Rolle des Festes in Zeiten der Not. Auch die kurdische Gemeinschaft beteiligt sich an den Feierlichkeiten am Waterloo Ufer 7 mit Musik, Tanz und Auftritten kurdischer Rockbands. Weitere Veranstaltungen finden unter anderem im Gorki Theater und auf dem Oranienplatz statt.
Das Festival bringt Newroz erstmals in diesem Format auf Berlins kulturelle Bühne. Mit einer Mischung aus Kunst, Diskussionen und Tradition sollen die Veranstaltungen die anhaltende Bedeutung des Festes widerspiegeln. Die Organisatoren hoffen, einen Raum für Gemeinschaften zu schaffen, die in ihren Herkunftsländern weiterhin Repressionen ausgesetzt sind.






