Wupperverband: Effektive Trockenheitsbewirtschaftung und Baubeginn für neue Schlammverbrennungsanlage
Hiltrud BolnbachWupperverband: Effektive Trockenheitsbewirtschaftung und Baubeginn für neue Schlammverbrennungsanlage
Der Wupperverband feierte 2025 sein 95-jähriges Bestehen mit einem umfangreichen Programm von über 40 Veranstaltungen. Dazu zählten geführte Exkursionen, Bildungsworkshops und Feiern zum langjährigen Engagement im Bereich des Wassermanagements. Das Jubiläumsjahr brachte zudem bedeutende Fortschritte beim Hochwasserschutz, bei der Digitalisierung und der ökologischen Sanierung.
Anfang 2025 bewältigte der Verband eine schwere Frühjahrsdürre, indem er 9,2 Millionen Kubikmeter Wasser zurückhielt. Diese Maßnahme verhinderte Sauerstoffmangel und Fischsterben in den Talsperren der Wupper und der Bever, wo niedrige Wasserstände kritische Risiken darstellten. Renaturierungsprojekte an den Flüssen Wipper und Murbach verbesserten zudem die Fischwanderwege und stärkten gleichzeitig den Hochwasserschutz.
Die Organisation erweiterte ihr Hochwassermonitoringsystem um 21 neue Sensoren und einen Pegelmesser in Leichlingen. Mit nunmehr 60 Pegeln und fast 100 Sensoren ermöglicht künstliche Intelligenz präzisere lokale Hochwasservorhersagen. Diese Aufrüstung folgte auf die Umstellung auf SAP S/4HANA und weitere digitale Werkzeuge, die die Abläufe effizienter gestalteten. Für die Zukunft sind unter anderem eine neue Kläranlage in Leverkusen geplant, die 2032 in Betrieb gehen soll, sowie eine Klärschlammverbrennungsanlage in Wuppertal-Buchenhofen, deren Start für Ende 2028 vorgesehen ist. Für 2026 sind moderate Anpassungen der Beitragssätze in Bereichen wie Abwasserbehandlung und Gewässerunterhaltung zu erwarten.
Das 95. Jahr des Wupperverbandes stand im Zeichen zentraler Erfolge in den Bereichen Wasserschutz, Hochwasservorsorge und digitale Modernisierung. Geplante Projekte wie neue Kläranlagen und Verbrennungsanlagen werden die Infrastruktur weiter stärken. Die für 2026 vorgesehenen Anpassungen der Beitragssätze dienen der kontinuierlichen Verbesserung des Wassermanagements.
