22 March 2026, 06:32

Willich verliert 300 Kita-Plätze – Eltern kämpfen um wohnortnahe Betreuung

Plakat mit dem Text 'Brauchen die Armen ihre Kinder's Hilfe?' mit Bildern.'

Willich verliert 300 Kita-Plätze – Eltern kämpfen um wohnortnahe Betreuung

In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Kita-Plätze in Willich um etwa 300 gesunken. Während die Stadt 2021 noch rund 2.800 Betreuungsplätze anbot, waren es 2025 nur noch etwa 2.500. Als Hauptgründe für den Rückgang nennen die Verantwortlichen sinkende Geburtenzahlen, längere Arbeitszeiten der Eltern sowie den Zuzug von Familien in benachbarte Gemeinden.

Zwei geplante Kita-Neubauten in Willich wurden aufgrund knapper Haushaltsmittel und nachlassender Nachfrage gestrichen. Einzig das Generationenzentrum Reinershof, das auch die Kita Alperof umfassen wird, wird als kommunales Projekt noch umgesetzt. Doch die Einbindung eines externen Investors wirft Fragen zur Finanzierung und zur Rolle der Stadt auf.

Verärgert über die mangelnde Kommunikation richteten Elternvertreter und der Förderverein der Kita Alperof am 6. März einen offenen Brief an Bürgermeister Pakusch – ohne Antwort. Nun wird ein zweites Schreiben vorbereitet, um die städtischen Angaben zu längeren Anfahrtswegen zu Kitas zu hinterfragen.

Als Reaktion auf die Kürzungen haben Aktivisten die Initiative "Kleine Füße, kurze Wege" ins Leben gerufen. Ziel ist es, auf den Bedarf an wohnortnahen Betreuungsangeboten aufmerksam zu machen und Lösungen zu fordern, die Familien fußläufig erreichbare Einrichtungen ermöglichen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Mit weniger Kita-Plätzen müssen Eltern in Willich nun längere Wege in Kauf nehmen und haben weniger Auswahl. Das Reinershof-Zentrum bleibt das einzige neue Projekt – doch Finanzierung und Trägerschaft sind weiterhin unklar. Die Initiatoren fordern weiterhin Antworten und einen besseren Zugang zu nahen Betreuungsmöglichkeiten.

Quelle