Wie Museen Nicht-Besucher erreichen: Lünener Konferenz sucht nach Lösungen
Hans-Günther KlappWie Museen Nicht-Besucher erreichen: Lünener Konferenz sucht nach Lösungen
Jahreskonferenz des Visitor Research Network im Lünener Stadtmuseum
Am 2. Februar fand im Lünener Stadtmuseum die jährliche Konferenz des Visitor Research Network statt. Organisiert vom Museumsteam, brachte die Veranstaltung Expertinnen und Experten aus Museen, Universitäten und Kultureinrichtungen aus ganz Deutschland zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie man Menschen erreichen kann, die selten oder nie Museen besuchen.
Eröffnet wurde die Konferenz mit Grußworten von Stellvertretendem Bürgermeister Dr. Christian Klicki und Thomas Schmäschke, stellvertretendem Vorsitzender des Museumsverbands Nordrhein-Westfalen. Beide betonten die Notwendigkeit eines besseren Dialogs mit den sogenannten "Nicht-Besuchern" – also Menschen, die normalerweise keine Museen aufsuchen.
Unter dem Motto "Fast da! – (Nicht-)Besucher:innen im Dialog" wurden Ansätze diskutiert, um diese Zielgruppen anzusprechen. Prof. Dr. Martin Tröndle, Dr. Thomas Renz und Prof. Dr. Bernd Günter leiteten die Debatten über Strategien zur Besucherbindung. Konkrete neue Entwicklungen in der Ansprache dieser Gruppen oder bewährte innovative Methoden wurden im Verlauf der Veranstaltung jedoch nicht präsentiert.
In den Pausen nutzten die Teilnehmenden geführte Rundgänge durch die Dauerausstellung des Museums, die Lünens eigene Bemühungen zeigte, sich mit der lokalen Gemeinschaft zu vernetzen. Der Museumsverband Nordrhein-Westfalen lobte im Nachgang die reibungslose Organisation der Konferenz sowie die Professionalität des Museumsteams.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie groß die Herausforderungen nach wie vor sind, Nicht-Besucher:innen für Museen zu begeistern. Zwar gab es lebhafte Diskussionen, doch konkrete Veränderungen oder Durchbrüche in der Ansprache blieben aus. Die Konferenz unterstrich zwar die Bedeutung des Dialogs, ließ aber Fragen nach praktischen nächsten Schritten offen.
