14 December 2025, 14:54

Wie eine Frau die Gleichberechtigung ins Grundgesetz kämpfte

Ein Plakat mit Bildern von Frauen und begleitendem Text.

Wie eine Frau die Gleichberechtigung ins Grundgesetz kämpfte

Grundgesetz: Wie eine Frau die Gleichberechtigung erkämpfte

Elisabeth Selbert mobilisierte 1948 Frauen im ganzen Land. Ihr Einsatz brachte die Gleichstellung ins Grundgesetz.

2025-12-14T03:19:00+00:00

Schlagwörter: Politik und Gesetzgebung, Gesellschaft

Elisabeth Selbert, eine entschlossene Juristin und Frauenrechtlerin, spielte eine zentrale Rolle bei der Verankerung der Gleichberechtigung in der Nachkriegsverfassung Deutschlands. 1896 geboren, studierte sie neben ihrer Tätigkeit bei der Reichspost Jura und wurde später zu einer prägenden Figur im Kampf um die rechtliche Anerkennung von Frauen. Zwar zog sie nie als Abgeordnete in den ersten Bundestag ein, doch ihr Einfluss veränderte die Gesetze des Landes für immer.

1948 wurde Selbert in den Parlamentarischen Rat gewählt, jenes Gremium, das das Grundgesetz für die neu gegründete Bundesrepublik ausarbeitete. Ihre SPD-Fraktion brachte den Vorschlag ein, die Gleichberechtigung von Mann und Frau in Artikel 3 zu verankern – doch der erste Antrag scheiterte. Unbeirrt startete sie eine bundesweite Kampagne und rief Frauen dazu auf, Protestpostkarten und Telegramme an die Abgeordneten zu schicken.

Selberts Initiative setzte durch, was vorherige Versuche nicht geschafft hatten: Die Gleichberechtigung wurde im Grundgesetz verankert. Die Reform löste weitere Veränderungen im Familienrecht aus und beseitigte veraltete rechtliche Hierarchien. Ihr Vermächtnis bleibt bis heute ein Grundpfeiler der modernen Gleichstellungsrechte in Deutschland.

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