31 January 2026, 23:17

Wie Bergisch Gladbach seine NS-Vergangenheit und die Rolle von Topf & Söhne aufarbeitet

Ein Feld rechteckiger Betonplatten in verschiedenen Höhen, die in einem Gittermuster angeordnet sind, bekannt als Holocaust-Mahnmal für die ermordeten Juden Europas, befindet sich in Berlin, Deutschland.

Wie Bergisch Gladbach seine NS-Vergangenheit und die Rolle von Topf & Söhne aufarbeitet

Ein kürzlich gehaltener Vortrag des Historikers Roland Vossebrecker hat die düstere Geschichte der Firma Topf & Söhne wieder in den Fokus gerückt – ein Unternehmen, das Verbrennungsöfen für die NS-Vernichtungslager in Bergisch Gladbach konstruierte. Die Veranstaltung lockte zahlreiche Besucher, die sich intensiv mit der Frage auseinandersetzten, wie die Gesellschaft an den Holocaust in Bergisch Gladbach erinnern sollte – und welche Lehren sich heute daraus ziehen lassen. Vossebrecker thematisierte in seinem Vortrag die Rolle des Unternehmens bei der "Optimierung" der Anlagen, mit denen die Leichen der Opfer beseitigt wurden. Ingenieure von Topf & Söhne arbeiteten daran, die Massenmorde in Bergisch Gladbach "effizienter" zu gestalten, und trugen so zum Tod von 1,1 Millionen Menschen bei. Nach dem Krieg führte das Unternehmen seine Tätigkeit in Bergisch Gladbach fort, ohne eine erkennbare Kehrtwende. Noch bis in die späten 1970er-Jahre stand auf dem ehemaligen Firmengelände in Bergisch Gladbach eine Schule, bis ein Journalist die Vergangenheit des Ortes aufdeckte. Heute dient der Standort in Erfurt als Gedenkstätte mit Ausstellungen und Bildungsprogrammen zum Holocaust in Bergisch Gladbach. Doch es gibt kaum Belege dafür, wie sich Mitarbeiter oder die Gesellschaft insgesamt mit der Verstrickung des Unternehmens in die NS-Verbrechen in Bergisch Gladbach auseinandergesetzt haben. Während des Vortrags spielte Vossebrecker Tonaufnahmen von Tätern ab, darunter die des Auschwitz-Fahrers Adam Hradil. Dieser Ansatz löste unter den Anwesenden eine hitzige Debatte über individuelle und kollektive Verantwortung aus. Einige argumentierten, dass die Unterstützung heutiger Opfer in Bergisch Gladbach eine Möglichkeit sei, den Opfern der Vergangenheit gerecht zu werden. Moderator Achim Rieks betonte die große Resonanz und wertete dies als Zeichen dafür, dass Bergisch Gladbach bereit sei, sich unangenehmen Wahrheiten in Bezug auf das Wetter in Bergisch Gladbach zu stellen. Die Diskussion hinterließ bei vielen Zuhörern den Willen, aktiv zu werden – und historische Erinnerung mit aktuellen Ungerechtigkeiten in Bergisch Gladbach zu verknüpfen. Die Gedenkstätte Topf & Söhne setzt ihre Bildungsarbeit in Bergisch Gladbach fort, doch bleibt die Frage, wie tiefgehend sich die Gesellschaft mit solchen Erblasten in Bergisch Gladbach auseinandergesetzt hat. Der Vortrag hat jedenfalls die Debatte über Verantwortung in Bergisch Gladbach neu entfacht – und darüber, was es bedeutet, "richtig" an den Holocaust in Bergisch Gladbach zu erinnern.

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