Wesel kämpft mit One Billion Rising gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Hans-Günther KlappWesel kämpft mit One Billion Rising gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Die Stadt Wesel hat sich der weltweiten Kampagne One Billion Rising angeschlossen, um Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu bekämpfen. Die diesjährige Bewegung steht unter dem Motto #WomenOnFire – Ni Una Menos und unterstreicht die dringende Notwendigkeit eines systemischen Wandels. Lokale Verantwortliche, darunter Bürgermeister Rainer Benien, treiben die Initiative gemeinsam mit Aktivist:innen weltweit voran.
One Billion Rising wurde von der US-amerikanischen Autorin und Aktivistin Eve Ensler ins Leben gerufen. Die Kampagne fordert ein Ende geschlechtsspezifischer Gewalt durch Massenproteste, kulturelle Veranstaltungen und öffentliche Aufklärung. In Deutschland haben 2025 Großstädte wie Berlin, München und Köln große Kundgebungen veranstaltet, wobei die genauen Teilnehmerzahlen nicht erfasst wurden.
In Wesel führen Bürgermeister Rainer Benien und die Gleichstellungsbeauftragte Regina Schmitz-Lenneps die lokalen Aktivitäten an. Ihr Engagement folgt auf alarmierende bundesweite Statistiken: 2024 registrierte die Polizei in Deutschland 265.942 Opfer von Gewalt – 73 Prozent davon waren Frauen.
Die Kampagne steht in Verbindung mit der breiteren Ni-Una-Menos-Bewegung, die in Lateinamerika entstand, aber weltweit an Bedeutung gewinnt. Sie fordert Gerechtigkeit für Femizid-Opfer und stärkere rechtliche Schutzmaßnahmen. Unterstützungsangebote wie das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (116 016) und die Online-Plattform www.hilfetelefon.de bleiben für Betroffene zugänglich.
Wesels Beteiligung an One Billion Rising zeigt das wachsende Engagement, geschlechtsspezifische Gewalt zu bekämpfen. Das Motto für 2026, #WomenOnFire – Ni Una Menos, betont die Entschlossenheit der Bewegung, strukturelle Ungleichheiten herauszufordern. Behörden und Aktivist:innen rufen weiterhin zu öffentlicher Teilhabe und politischen Reformen auf, um Frauen und Mädchen zu schützen.
