Wasserstoff-Allianz in Duisburg: Vier Großkonzerne gründen hydrogenXpertise GmbH
Hans-Günther KlappWasserstoff-Allianz in Duisburg: Vier Großkonzerne gründen hydrogenXpertise GmbH
Vier große Energie- und Logistikunternehmen haben sich zusammengeschlossen, um in Duisburg ein neues Unternehmen mit Fokus auf Wasserstoff zu gründen: die hydrogenXpertise GmbH. Beteiligt sind die Duisburger Hafen AG, die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV), RheinEnergie und Westenergie. Ziel des Joint Ventures ist es, die Dekarbonisierung von Industrie und mittelständischen Unternehmen in der Region voranzutreiben.
Das neue Unternehmen wird sich zunächst auf Fördermittelmanagement und leicht zugängliche Beratungsleistungen konzentrieren. Dazu zählen Projektunterstützung, Marktanalysen, Schulungen und Workshops. Geschäftsführer Ulrich Daamen bestätigte diesen Schwerpunkt auf praxisnahe, niedrigschwellige Angebote.
Geschäftsführer Moritz Voormann ergänzte, dass das Unternehmen sein Portfolio kontinuierlich an die Marktnachfrage anpassen werde. Mittelfristig plant es, in die Bereiche Strategieberatung, Konzeptentwicklung und die Erschließung neuer Geschäftsmodelle für die Mutterkonzerne sowie regionale Mittelständler zu expandieren.
Susanne Fabry, Vorstandsmitglied bei RheinEnergie, betonte die Notwendigkeit von Innovation und Zusammenarbeit, um die Energiewende zu gestalten. Jan Poppe, Technologievorstand der Westenergie Netzservice GmbH, hob die zentrale Rolle von Wasserstoff für die industrielle Dekarbonisierung hervor. Die Beteiligung der Duisburger Hafen AG ist besonders bemerkenswert, da das Unternehmen bereits an mehreren Wasserstoffprojekten mitwirkt – darunter die jüngsten Initiativen zum Bau von Wasserstoff-BHKW-Anlagen in Kooperation mit Rolls-Royce.
Die vier Gründungsunternehmen halten jeweils gleiche Anteile an der hydrogenXpertise GmbH, die von Voormann und Daamen als Geschäftsführer geleitet wird. Das Unternehmen startet mit Fördermittelberatung und Dienstleistungen zur Unterstützung regionaler Betriebe. Langfristig soll es dazu beitragen, das Potenzial von Wasserstoff zu erschließen und die Dekarbonisierung zu beschleunigen. Die Struktur und Führung des Unternehmens spiegeln eine ausgewogene Partnerschaft der Gründer wider.






