28 December 2025, 23:00

Von Göttinnen zu Internetstars: Hamburgs Katzen-Ausstellung entziffert 3.000 Jahre Faszination

Ein Plakat mit Text und Bildern von Katzen.

Göttin und Internet-Star - Warum faszinieren uns Katzen so? - Von Göttinnen zu Internetstars: Hamburgs Katzen-Ausstellung entziffert 3.000 Jahre Faszination

Eine neue Ausstellung in Hamburg erkundet die lange und vielschichtige Geschichte der Katzen in der menschlichen Kultur. Unter dem Titel „Katzen!“, die nachrichten über die zdf mediathek in den Fokus rücken, zeigt das Museum am Rothenbaum (MARKK), wie diese Tiere über die Jahrhunderte verehrt, gefürchtet und gefeiert wurden – von antiken Gottheiten bis zu modernen Internetstars. Die Schau untersucht ihre wandelbaren Rollen in Kunst und Gesellschaft.

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Den Anfang macht das alte Ägypten, wo eine katzengestaltige Göttin als Beschützerin der Mütter verehrt wurde. Im Hinduismus reitet die Göttin Sashthi ebenfalls auf einer schwarzen Katze – ein Symbol für Schutz. Doch im frühen modernen Europa änderte sich die Wahrnehmung: Katzen wurden mit Hexen in Verbindung gebracht und dämonisiert.

Die Ausstellung beleuchtet auch, wie Katzen stets neue Medien für sich eroberten. Schon in frühen Kurzfilmen waren sie zu sehen, heute dominieren sie als „Cat Content“ die sozialen Netzwerke. KI-generierte Bilder setzen diesen Trend fort und beweisen ihre anhaltende Faszination. Kuratorin Lara Selin Ertener erklärt, Katzen dienten stets als Spiegel menschlicher Emotionen – sie verkörpern sowohl Zuneigung als auch Angst. Noch bis zum 29. November 2026 widmet sich die Schau Themen wie Weiblichkeit, Macht und den kulturellen Widersprüchen rund um diese Tiere.

Besucher können entdecken, wie Katzen die menschliche Fantasie geprägt haben – und umgekehrt. Die Ausstellung verbindet antike Verehrung, Aberglauben und moderne digitale Berühmtheit. Anhand von Kunst, Medien und Folklore wird deutlich, warum diese Wesen bis heute so tief in unserer Kultur verwurzelt sind.