Volkstrauertag in Bergisch Gladbach: Erinnerung an Krieg und Mahnung für den Frieden
Hiltrud BolnbachVolkstrauertag in Bergisch Gladbach: Erinnerung an Krieg und Mahnung für den Frieden
Achtzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs gedachte Deutschland der Opfer von Krieg und Unterdrückung. Am Volkstrauertag fand in Bergisch Gladbach eine Feierstunde statt, die an diejenigen erinnerte, die durch Krieg und Tyrannei ihr Leben verloren. Die Veranstaltung unterstrich zugleich den anhaltenden Kampf um einen dauerhaften Frieden in einer Welt, die noch immer von Unruhen geprägt ist.
Der Zweite Weltkrieg hinterließ Europa in Trümmern – Millionen Tote, zerstörte Städte und eine tief verwundete Gesellschaft. Heute pflegt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge über 830 Kriegsgräberstätten in 45 Ländern, auf denen die Überreste von mehr als 2,8 Millionen Kriegsopfern ruhen. So bleibt ihr Andenken bewahrt.
Bei der Gedenkfeier verlas Bürgermeister Marcel Kreutz aus der Einladung zur Veranstaltung und bezeichnete Frieden als einen "dynamischen und fortwährenden Prozess, in dem Gewalt abnimmt und Gerechtigkeit durch Recht und Dialog wächst". Er betonte, dass wahrer Frieden sowohl innere Stärke als auch äußere Widerstandsfähigkeit erfordere. Gleichzeitig warnte er davor, Frieden um jeden Preis zu suchen – denn Krieg bringt nur Leid und frühen Tod.
Kreutz rief zudem zur Solidarität mit denen auf, die in heutigen Konflikten existenziellen Bedrohungen ausgesetzt sind. Angesichts steigender globaler Spannungen – von Putins Aggression bis zu den Kriegen im Nahen Osten – sieht er wachsende Unsicherheit. Der Bürgermeister appellierte an Zusammenarbeit, geteilte Verantwortung und bürgerliches Engagement, um diesen Herausforderungen zu begegnen.
Freiwillige und der Volksbund leisten einen unverzichtbaren Beitrag, um das Gedenken wachzuhalten und den Frieden zu fördern. Ihre Arbeit stellt sicher, dass die Opfer der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten – selbst wenn neue Krisen die Welt erschüttern.
Der Volkstrauertag mahnte die Zerstörungskraft des Krieges und die Zerbrechlichkeit des Friedens an. Angesichts anhaltender Konflikte weltweit bleibt der Aufruf zu Gerechtigkeit, Dialog und zivilgesellschaftlichem Einsatz dringender denn je. Die Feier in Bergisch Gladbach machte deutlich: Dauerhafter Frieden verlangt sowohl Erinnerung als auch Handlung.
