23 January 2026, 08:53

Ver.di droht mit Streiks: Nahverkehrs-Verhandlungen in NRW gescheitert

Eine alte Karte von Westfalen, Deutschland, mit den Provinzen des Königreichs England und Wales deutlich sichtbar, auf Papier gedruckt mit detailliertem Text über die Region.

Ver.di droht mit Streiks: Nahverkehrs-Verhandlungen in NRW gescheitert

Die erste Verhandlungsrunde über die Löhne im öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen endete am 21. Januar ergebnislos. Die Arbeitgeber legten kein formelles Angebot vor, was die Gewerkschaftsvertreter frustrierte und vor möglichen Streiks in der Zukunft warnte. Die Gewerkschaft Ver.di plant nun, die Beschäftigten über die nächsten Schritte zu informieren – weitere Arbeitskampfmaßnahmen bleiben weiterhin denkbar.

Im Mittelpunkt der Verhandlungen standen die Entlastung der Mitarbeiter durch besseres Zeitmanagement sowie ein vorgeschlagener 24-Monats-Rahmentarifvertrag. Die Beschäftigten leiden seit Langem unter unhaltbarem Druck, der durch Personalmangel noch verschärft wird. Ihre zentralen Forderungen umfassen eine kürzere Arbeitswoche ohne Lohnkürzungen, eine Mindestruhezeit von elf Stunden zwischen den Schichten sowie einen Sonntagszuschlag von mindestens 40 Prozent.

Die Arbeitgeberseite brachte während der Gespräche keinen konkreten Vorschlag ein. Stattdessen kündigte sie an, im nächsten Verhandlungsdurchgang Gegenforderungen zu stellen, ohne jedoch Details zu nennen. Heinz Rech, Verdis Hauptverhandler, betonte, dass finanzielle Engpässe im kommunalen Nahverkehr nicht auf Kosten der Arbeitnehmerrechte gelöst werden dürften.

Die Gewerkschaft fordert zudem acht bezahlte Freistellungstage pro Jahr für gewerkschaftliche Aktivitäten. Ein weiterer Punkt zielt darauf ab, den Tarifvertrag auf kurzfristig Beschäftigte und Minijobber auszuweiten, die bisher nicht unter seinen Schutz fallen.

Da in der ersten Verhandlungsrunde keine Fortschritte erzielt wurden, wird Ver.di nun die Mitglieder über mögliche Maßnahmen befragen. Die Arbeitgeber haben ihre Gegenvorschläge noch nicht konkretisiert, sodass die nächste Verhandlungsrunde ungewiss bleibt. Das Ergebnis wird entscheiden, ob es in den kommenden Wochen zu Streiks oder weiteren Beeinträchtigungen kommen könnte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones