Veloroute 2 in Solingen: Warum 270 Parkplätze für massive Proteste sorgen
Veronique HänelVeloroute 2 in Solingen: Warum 270 Parkplätze für massive Proteste sorgen
Die Pläne für die neue Fahrradroute Veloroute 2 in Solingen stoßen auf massiven Widerstand bei Anwohnern, Unternehmen und lokalen Politikern. Durch das Projekt könnten über 270 Parkplätze wegfallen – davon mehr als 70 in der Nähe des City-Rings und 200 entlang der Merscheider Straße. Kritiker werfen der Stadt vor, Betroffene nicht ausreichend einbezogen und keine praktikablen Alternativen für Autofahrer oder Lieferverkehr angeboten zu haben.
Im Mittelpunkt der Debatte steht die geplante Veloroute 2, die entlang ihrer gesamten Strecke durch Solingen 120 bestehende Parkplätze ersetzen würde. Als Ausgleich schlägt die Stadtverwaltung drei neue Parkplätze vor: Grüner Weg (80 Stellplätze), Kellersberg (40 Stellplätze) und Burg (30 Stellplätze) – insgesamt 150 Ersatzparkplätze. Diese Vorschläge wurden am 12. März 2026 vom Verkehrsausschuss gebilligt.
Händler und Dienstleister warnen jedoch, dass weniger Parkmöglichkeiten Kunden vertreiben und den lokalen Handel gefährden könnten. Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, betont, dass bequeme Parkmöglichkeiten für Einzelhändler und Dienstleistungsbetriebe unverzichtbar seien. Zudem wird auf mögliche Beeinträchtigungen des Busverkehrs hingewiesen – mit Befürchtungen von Verspätungen und einer verschlechterten Mobilitätsinfrastruktur.
Die MIT Solingen kritisiert, dass es keine frühzeitige und umfassende Beteiligung von Bürgern und Unternehmen gegeben habe. Die aktuellen Pläne würden den Bedarf des Lieferverkehrs ignorieren und die Interessen von Radfahrern, Autofahrern und der lokalen Wirtschaft nicht ausbalancieren. Die Partei fordert nun eine Überprüfung der Vorschläge, um gerechtere Lösungen für alle Verkehrsteilnehmer zu finden.
Trotz des Widerstands wird das Projekt Veloroute 2 vorangetrieben – mit 150 neuen Parkplätzen als Ausgleich für die Verluste. Unternehmen und die MIT Solingen bestehen jedoch weiter auf Nachbesserungen und verweisen auf Risiken für Handel und Verkehr. Die endgültige Entscheidung der Stadt wird zeigen, ob die Route wie geplant umgesetzt oder noch einmal überarbeitet wird.






