Uni Duisburg-Essen plant radikale Campus-Revolution für mehr Lebensqualität und Forschung
Veronique HänelUni Duisburg-Essen plant radikale Campus-Revolution für mehr Lebensqualität und Forschung
Die Universität Duisburg-Essen hat einen ehrgeizigen Plan vorgestellt, um ihren Campus in Essen in den kommenden zehn Jahren grundlegend umzugestalten. Das Projekt mit dem Namen Big Picture Essen soll den Standort in ein modernes Zentrum für Lehre, Forschung und gemeinschaftliches Leben verwandeln. Verantwortliche sprechen von einer langfristigen Investition, die sich auf einen "soliden mittleren dreistelligen Millionenbetrag" belaufen werde.
Im Mittelpunkt der Neugestaltung steht die Erweiterung und Modernisierung der bestehenden Einrichtungen. Hörsäle, Seminarräume und Forschungsflächen sollen umfassend aufgewertet werden, wodurch die Kapazitäten um 30 Prozent steigen. Klassische Büros weichen offenen Arbeitsbereichen mit Lounge-Zonen und sogar Büroschaukeln, um die Teamarbeit zu fördern.
Ein zentrales Element des Plans ist eine neue Übergangszone, die den Campus mit der Essener Innenstadt verbindet. Hier sollen Urban-Gardening-Projekte, kulturelle Veranstaltungen und eine Freiluftbar entstehen – eine Mischung aus akademischem und öffentlichem Leben. Obwohl benachbarte Grundstücke erworben wurden, sind dort keine neuen Forschungs- oder Lehrgebäude geplant. Stattdessen entsteht der FutureWaterCampus auf dem bestehenden Thurmfeld-Gelände.
Zu den Neuerungen zählen ein Wasserforschungszentrum sowie ein eigenes Gebäude für die chemische Ausbildung. Die Universität strebt eine Umgebung an, die sowohl wissenschaftliches Arbeiten als auch sozialen Austausch unterstützt – mit Rückzugsräumen und Begegnungsstätten für die Gemeinschaft.
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich etwa zehn Jahre dauern, wobei die Umgestaltung schrittweise über den gesamten Campus verteilt erfolgt.
Nach Abschluss der Arbeiten wird der modernisierte Essener Campus deutlich mehr Platz für Lehre und Forschung bieten. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Verbindung zwischen Universität und Stadt, etwa durch gemeinsame Veranstaltungs- und Freizeitflächen. Die vollständige Transformation wird zwar Zeit benötigen, doch die Verantwortlichen betonen, dass sich die langfristigen Vorteile lohnen werden.






