21 March 2026, 20:30

Baden-Baden feiert John Neumeiers Ballettfestival mit Nijinsky und historischen Bezügen

Plakat für eine 1909er Pariser Ballettvorstellung namens "Saison Russe" mit einer gemalten Tänzerin in einer anmutigen Pose.

Baden-Baden feiert John Neumeiers Ballettfestival mit Nijinsky und historischen Bezügen

Baden-Baden wird vom 2. bis 12. Oktober 2023 Schauplatz von Die Welt des John Neumeier sein – einem Ballettfestival, das das Werk des gefeierten Choreografen würdigt. Im Mittelpunkt steht dabei sein Ballett Nijinsky aus dem Jahr 2000, eine Hommage an Wasslaw Nijinsky und seine legendäre Partnerin Anna Pawlowa.

Vor mehr als einem Jahrhundert spielte dieselbe Stadt eine Schlüsselrolle in der Ballettgeschichte. Im August 1913 hielten sich sowohl Nijinsky als auch Pawlowa in Baden-Baden auf und hinterließen Spuren in seinem kulturellen Erbe.

Im Sommer 1913 traf Wasslaw Nijinsky im Brenners Parkhotel in Baden-Baden ein – nicht zur Erholung, sondern zur Zusammenarbeit: Gemeinsam mit Sergei Djagilew plante er ein von Bach inspiriertes Ballett, das moderne Bewegung mit barocker Pracht verbinden sollte. Zwar entstand aus diesem Aufenthalt kein großes choreografisches Werk, doch Nijinskys Präsenz war mit Auftritten der Ballets Russes und privaten Angelegenheiten verbunden.

Auch Anna Pawlowa, Nijinskys berühmteste Tanzpartnerin, verbrachte jenen Sommer in Baden-Baden. Am 26. August 1913 betrat sie im Theater Baden-Baden die Bühne, um ihren legendären Sterbenden Schwan aufzuführen. Vor der Vorstellung gab sie dem Badeblatt ein Interview und bekannte ihre Vorliebe für die üppige russische Küche. Doch ihr Aufenthalt war nicht ohne Dramatik: Gerüchte machten die Runde, sie könnte nach einem Fehler ihres Partners einen Auftritt absagen.

Das anstehende Festival greift diese Geschichte mit Neumeiers Nijinsky auf, das Pawlowas Sterbenden Schwan als Hommage einbindet. Das Ballett wird vom 3. bis 5. Oktober dreimal aufgeführt. Das Festival beginnt mit einem Ballett-Workshop am Eröffnungstag, dem Donnerstagabend, und endet mit Neumeiers Epilog, der vom 10. bis 12. Oktober auf die Bühne kommt.

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Die Veranstaltung verbindet Vergangenheit und Gegenwart, erinnert an den Aufenthalt von Nijinsky und Pawlowa im Jahr 1913 und präsentiert gleichzeitig Neumeiers zeitgenössische Werke. Das Publikum erlebt Nijinsky in mehreren Aufführungen sowie weitere Stücke, die den Einfluss des Choreografen unterstreichen. Den Abschluss bildet der Epilog – ein würdiger Ausklang von elf Tagen, die dem bleibenden Erbe des Balletts gewidmet sind.

Quelle