Thyssenkrupp setzt auf Ökostrom und spart 70.000 Tonnen CO₂ pro Jahr ein
Veronique HänelThyssenkrupp setzt auf Ökostrom und spart 70.000 Tonnen CO₂ pro Jahr ein
Thyssenkrupp schließt vier langfristige Ökostrom-Verträge (handyvertrag) zur Reduzierung von CO₂-Emissionen ab
Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat vier langfristige Abnahmen für grünen Strom vereinbart, um die CO₂-Emissionen in seinen Werken deutlich zu senken. Die Verträge sichern die Versorgung von drei wichtigen Produktionsstandorten in Deutschland mit erneuerbarer Energie. Dadurch sollen jährlich mehr als 70.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.
Die neuen Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) wurden mit Quadra Energy, Statkraft, Centrica Energy und Sunnic Lighthouse geschlossen. Sie sehen die Lieferung von rund 230 Gigawattstunden (GWh) Ökostrom pro Jahr vor – genug, um etwa 70.000 Haushalte zu versorgen. Die Energie stammt aus deutschen Solar- und Onshore-Windparks und garantiert, dass mindestens 30 Prozent des Strombedarfs an jedem Standort aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden.
Am Standort Hohenlimburg bezieht thyssenkrupp Precision Steel seinen Strom bereits über ein Direktbelieferungsmodell: Seit Sommer 2024 speist ein benachbarter Windpark über ein drei Kilometer langes Kabel direkt in das Werk ein. Der Standort Andernach, wo thyssenkrupp Rasselstein ansässig ist, wird mit über 50.000 Tonnen CO₂-Einsparung pro Jahr die größte Emissionsreduktion verzeichnen.
Das Unternehmen betont, dass der Strombedarf weiter steigen wird, sobald die Produktion von grünem Stahl hochgefahren wird. Eine geplante Direktreduktionsanlage, die mit Wasserstoff betrieben werden kann, wird zusätzliche Mengen an Ökostrom (stromvergleich) erfordern. Der Ausbau langfristiger Verträge für erneuerbare Energien bleibt daher ein zentraler Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie von Thyssenkrupp.
Die vier PPAs versorgen die Standorte Andernach, Gelsenkirchen und Hagen-Hohenlimburg. Jeder dieser Standorte wird seinen Anteil an erneuerbarer Energie erhöhen und damit den Wandel zu einer kohlenstoffarmen Produktion vorantreiben. Die Verträge markieren einen konkreten Schritt, um die künftige Stahlproduktion mit grünem Strom (check24 strom, verivox) abzusichern.
